Hunde aus dem (Auslands) Tierschutz verstehen lernen.

Was du wissen musst!

Hunde aus dem (Auslands)Tierschutz verstehen lernen.

Was du wissen musst.

In den letzten beiden Jahren ist die Zahl der Hunde aus dem Ausland in meinen Trainingsstunden enorm angestiegen. Häufig treffe ich dabei immer wieder sehr ähnliche Probleme an. Der Auslandstierschutz bewegt (verständlicherweise) viele Menschen.

Während es hier in Deutschland üblich ist, den Tieren in den Tierheimen ein möglichst angenehmes Leben zu bereiten und ihnen (oft unbegrenzte) Zeit gegeben wird, ein neues zu Hause zu finden, ist es in vielen Ländern des europäischen Auslands (z.B. Spanien, Rumänien, Griechenland uvm.) üblich, Straßenhunde/Tierheimhunde nach Ablauf einer Frist (meist 30 Tage – 6 Monate) einzuschläfern oder zu vergasen.

„Wilde Hunde“ oder „Straßenhunde“ sind uns in unseren aufgeräumten Städten unbekannt.

In Deutschland kennen wir den Umstand eines Lebens mit Straßenhunden gar nicht, die Tiere haben ein zu Hause, leben im Tierheim oder sind in Pflegestellen untergebracht. „Wilde Hunde“ oder „Straßenhunde“ sind uns in unseren aufgeräumten Städten unbekannt. Deshalb ist es manchmal schwer vorstellbar, wie das Leben dieser Tiere generell aussieht.

Meistens kommen die Hunde aus dem Auslands-Tierschutz erst einige Wochen oder Monate nach ihrer Rettung ins Training zu mir. Sie haben Schwierigkeiten, sich ihrem neuen Leben anzupassen. In vielen Fällen kann ich feststellen, dass dieses Verhalten der Hunde auf Missverständnis bei ihren neuen Haltern stößt.

Jetzt ist der Hund doch aus seinem schrecklichen Leben gerettet, warum benimmt er sich denn jetzt so?“ oder „Ich dachte immer, Hunde, die man rettet, wären dankbar für ihr neues zu Hause!“ sind häufig Aussagen, die im Zusammenhang mit dem Auslandshund in der ersten Trainingsstunde fallen. Einerseits verstehe ich diese Enttäuschung des Menschen, der ja prinzipiell einem Lebewesen etwas Gutes tun wollte möchte. Gerade deshalb liegt mir dieser Artikel besonders am Herzen.

An dieser Stelle möchte ich für alle Hundeliebhaber aufklären, warum die Hunde aus dem Ausland sich so verhalten. Ein besseres Verständnis für die Lebensweise von (Straßen-)Hunden aus dem Ausland kann helfen, Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen oder sie zumindest leichter zu lösen.

Strassenhund Tommy aus Griechenland

Grieche Tommy – kein einfacher Fall, eine echte Bewährungsprobe für seine Halter und ein echter Herzensschmeichler…

Die unterschiedlichen Formen von „Straßenhunden“

Vorneweg möchte ich erklären, dass es unterschiedliche Formen von „Straßenhunden“ gibt und dieser Umstand bereits einen Aspekt darstellt, weshalb das Verhalten von Straßenhunden so divers sein kann.

  • Hunde, die im städtischen Umfeld frei leben und dort hauptsächlich von Essensresten leben. In touristischen Städten trauen sich auch manche relativ nah an Menschen heran, um mehr Nahrung zu bekommen. Besonders schlaue Exemplare wissen, dass sie durch „spezielleres“ Verhalten, wie etwa humpeln oder winseln noch erfolgreicher beim Nahrung erbetteln sein können.
  • Hunde, die in ländlicher Gegend leben. Sie ernähren sich hauptsächlich durch die Jagd. Sie wissen wie man ein Kaninchen oder einen Vogel fängt und tötet um Nahrung zu erwerben. Gerade diese Hunde verstehen sich darauf auf sich selbst gestellt zu sein und begreifen im neuen Umfeld nur schwer, warum wir Menschen mit ihrem Jagdverhalten uneinverstanden sind und sehen auch nur sehr wenig Sinn darin, mit dem Menschen zusammen zu arbeiten. Sie können auf sich selbst gestellt sein und brauchen aus ihrer Sicht auch keinen Menschen zum Überleben.
  • Außerdem muss man Hunde unterscheiden, die ausgesetzt wurden und solche, die in „freier Wildbahn“ geboren wurden und wiederum Elterntiere haben, die bereits den Menschen gegenüber scheu bis misstrauisch sind. Hunde, die ausgesetzt wurden, haben vielleicht schon gute oder auch schlechte Erfahrungen mit dem Menschen gemacht. Sie verstehen die menschliche Körpersprache vielleicht etwas besser. Hunde, deren Elterntiere bereits scheu  vor dem Menschen gezeigt haben, sind darauf geprägt, dem Menschen gegenüber misstrauisch zu sein.
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Hunde aus dem Tierschutz noch besser verstehen!

Meinen Vortrag „Hunde aus dem Auslandstierschutz“ kannst du ganz einfach und bequem zuhause ansehen. Besuch meine Seite auf Vimeo und verstehe Hunde aus dem Tierschutz noch besser!

Vom zurückhaltenden zum schwierigen Hund – Kontrollverlust & Kulturschock

Häufig sind Hunde aus dem Ausland in den ersten Wochen oder gar Monaten sehr unauffällig oder sehr zurückhaltend. Das liegt meist am „Kulturschock“ und dem enormen Kontrollverlust, den die Hunde durch ihre Rettung in unsere Zivilisation erleben.

Ich erkläre das meinen Kunden gerne so: Stellen Sie sich vor, sie leben hier in Bayern in etwas ländlicher Gegend, sind hier aufgewachsen, groß geworden und gut integriert. Sie fühlen sich hier wohl, auch wenn das ländliche Leben manchmal seine Schwierigkeiten (z.B. seltener Busverkehr und langsames Internet) bereitet. Sie sprechen bayrisch und brauchen auch sonst keine Sprache zu können.

Und jetzt kommt in dieser Nacht jemand vorbei, packt sie ein und sie wachen morgen früh in Bangkok im 30. Stock eines Hochhauses auf. Die Familie bei der Sie wohnen, verstehen Sie nicht, diese spricht nur Thai. Sie wissen nicht sicher, ob die Menschen in Ihrer Umgebung Ihnen nur Gutes wollen, oder vielleicht gar nicht vertrauenswürdig sind. In der Stadt ist enorm viel Verkehr. Sie wissen nicht, warum Sie hier sind, was mit Ihnen geschieht und wie ihr nächster Tag aussehen wird – denn Sie verstehen die Sprache nicht.

Nicht einmal Ihr Essen können Sie sich aussuchen, weil Sie die Nahrung nicht kennen und die Schriftzeichen nicht lesen können. Wenn Sie jetzt ein unangenehmes Gefühl empfinden und sich selbst niemals in dieser Situation finden wollen, können Sie sich vorstellen, wie der (Straßen-)Hund aus dem Ausland diesen Kontrollverlust erleben muss.

Und jetzt kommt in dieser Nacht jemand vorbei, packt sie ein und sie wachen morgen früh in Bangkok im 30. Stock eines Hochhauses auf.

Wie fühlt sich das an? Wie verhalten Sie sich?

Das Beispiel funktioniert übrigens auch hervorragend umgekehrt: Man stelle sich vor, Sie sind ein Großstadtmensch, z.B. ein New Yorker und wachen morgen früh bei einem borneanischen Ur-Einwohnerstamm im Regenwald auf… Spätestens jetzt sollte Ihnen klar sein, warum ein Straßenhund in den ersten Wochen sehr zurückhaltend ist und sich unauffällig verhält. Er muss den Schock überwinden und sicher gehen, dass ihm nichts passiert. Akklimatisierung bedeutet oft Schwierigkeiten in der Mensch-Hund-Beziehung.

Was geschieht, wenn der Hund sich halbwegs akklimatisiert hat, sind häufig sehr ähnliche problematische Verhaltensweisen: Aggressionsverhalten an der Leine gegenüber Artgenossen, Aggression gegen Menschen oder Angst vor Menschen (besonders im neuen zu Hause), nicht-alleine-bleiben-können, Angst in der Stadt, vor Geräuschen etc. Sehen wir uns das Ganze aus Sicht der Hunde an. Welche Beziehungen sind relevant und sollten genauer betrachtet werden?

Strassenhund Diego mit Besitzer Christina und Jens

Sie sind ein tolles Team geworden: Diego (Griechenland) und Besitzer Christina und Jens.

Wie verhält sich die Welt der Straßenhunde im Vergleich zu unserer Zivilisation?

Hund – Umwelt Beziehungen:

Häufig glauben meine Kunden, ihre Hunde hätten im „alten Leben“ schlechte Erfahrungen mit bestimmten Situationen (Männern, Kindern, Straßenbahnen usw.) gemacht und würden sich deshalb jetzt nur schwer anpassen können. Selbstverständlich besteht diese Möglichkeit. Allerdings sollte ein Mangel an Prägung und Sozialisation als Aspekt nicht außer Acht gelassen werden. Hunde erleben eine prägeähnliche- und Sozialisationsphase in den ersten 16 Wochen ihres Lebens.

Deshalb ist die Welpenzeit auch so wichtig. Alles, was die Welpen in dieser Zeit als angenehm erleben, wird in Zukunft auch als „angenehm“ und „gefahrlos“ eingestuft. Deshalb ist die Rettung von jungen Straßenhunden ebenso schwierig wie von erwachsenen Straßenhunden.

Wenn sie nun beispielsweise in ländlicher Gegend von sehr scheuen Hunde-Eltern geboren, mit ca. einem Jahr eingefangen und dann über ein Tierheim nach Deutschland in eine Stadt vermittelt werden, dann kennen sie Reize wie die Straßenbahn, enge Gassen und schnelle Autos nicht.

Es ist nur logisch, wenn man lange auf sich allein gestellt war, und für seine eigene Sicherheit sorgen musste, dass der Hund dann derart unbekannte und schwer zu verarbeitende Reize, als gefährlich einstuft und nicht gut damit zurechtkommt.

Dabei darf man auch nicht außer Acht lassen, dass Hunde, die auf der Straße leben bzw. geboren werden – die sich aus gesundheitlichen Gründen oder einfach weil Sie schlechte Jäger sind – nicht an ihre Umwelt anpassen können, auf der Straße oft keine Chancen zum Überleben haben. Wer also einen Hund von der Straße rettet, muss sich bewusst machen, dass er einen Hund aufnimmt, der in seiner dortigen Umgebung sehr gut angepasst ist und Eigenschaften besitzt (wie z.B. das unerwünschte Jagdverhalten oder eigenständiges Handeln), die für uns (in unserer Zivilisation) oft als problematisch empfunden werden.

Sind ein tolles Team geworden: Diego (Griechenland), Christina und Jens

Hund-Hund-Beziehungen – funktionieren überall (Bildquelle: pixabay.com)

Hund-Hund-Beziehungen

Hunde, die im Ausland als „Straßenhunde“ geboren werden, bewegen sich vollkommen frei und haben so die Möglichkeit zu uneingeschränkter, körpersprachlicher Kommunikation. Konflikte zwischen Hunden, die meist eher in losen Verbänden, als in Rudeln (wie bei Wölfen) zusammenleben, werden meistens möglichst ohne Verletzungen, stark ritualisiert über die Kommunikation mit Körpersprache gelöst.

Die Hunde befinden sich dabei ja in einer Umgebung, in der sie den notwendigen Raum einnehmen können. Um also z.B. einem aggressiven Konflikt aus dem Weg zu gehen, kann ein bedrohter Hund einen großen Bogen um den Artgenossen laufen. Wenn ein Hund aus einem Territorium/Revier vertrieben werden soll, weil er z.B. sexuelle Konkurrenz für einen Rüden darstellt, dann kann er das Revier dauerhaft verlassen.

Kurz gesagt, Hunde, die auf der Straße/in der Wildnis groß werden, sind meistens sehr sozialkompetente Wesen, die sehr feinfühlig mit anderen Hunden kommunizieren können. Kommen diese Hunde in unsere Gesellschaft, erleben sie meistens etwas, das in der menschlichen Beschreibung vielleicht einem „Kulturschock“ am ehesten gleich kommt.

Wenn dieser Straßenhund nun in seiner neuen Umgebung auf dem Spaziergang anderen Hunden begegnet, bei diesen Begegnungen angeleint ist und dadurch mit seinem Körper nicht so kommunizieren kann, wie es für ihn notwendig wäre, entstehen schnell Konflikte.

Situationsanalyse – „Wilde“ Hunde an die Leine genommen

Wir nehmen also an, der Straßenhund kommt nun mit seinem neuen Besitzer auf dem Spaziergang in eine „Rauferei“ mit einem anderen Hund aus der Nachbarschaft. Der ehemalige Straßenhund ist angeleint und kann dementsprechend nicht frei körpersprachlich kommunizieren und eine Flucht aus der Situation ist ebenfalls unmöglich. Sollte der Hund bereits Vertrauen zu seinem neuen Halter aufgebaut haben, ist dieses nun gebrochen.

Kein Wunder also, dass nach solchen Erlebnissen ein Straßenhund dazu neigt, „Angriff als beste Form der Verteidigung“ zu betrachten und an der Leine prinzipiell Aggression gegenüber Artgenossen zeigt. Wenn wir zur territorialen Thematik zurückkehren, erkennen  wir auch hier, warum die Anpassung an unsere „Welt“ für Straßenhunde schwierig ist.

Wenn zwei Hunde in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander leben, jedoch mindestens einer der Meinung ist, das Territorium für sich alleine zu beanspruchen, kann der Konflikt nicht gelöst werden.

Ich habe zumindest noch keinen Kunden erlebt, der sein Haus verkaufen würde, damit der Hund der Familie keinen „Stress“ mit dem Nachbarshund mehr hat. Mindestens aus Sicht des Straßenhundes ist es also eine völlig unlogische, unglückliche und unlösbare Situation – die vor allem dann Probleme bereitet, wenn die Halter der beiden Hunde nicht richtig miteinander kommunizieren und handeln.

Missverständnisse in der Kommunikation durch Rasseeigenschaften

Missverständnisse in der Kommunikation durch Rasseeigenschaften

Achtung – Knautschnase

Hunde, die in unserer menschlichen Obhut geboren werden und in unserer Zivilisation aufwachsen, zeigen völlig anderes Sozialverhalten als Straßenhunde. Sie sind von Anfang an gewöhnt, dass wir viel dichter beieinander leben. Sie kennen an der Leine geführt zu werden und dass sie – auch wenn sie ihren Erzfeind täglich sehen – sich nicht gegenseitig zerfleischen können (auch wenn man es nicht darauf ankommen lassen sollte!). Die Hunde wissen, dass sie das „Revier“ nicht einfach verlassen können.

Wir regeln und reglementieren unsere Hunde in ihrem Sozialverhalten mit Artgenossen, indem wir auf Spaziergängen entscheiden ob sie spielen dürfen und mit welchen Hunden sie Kontakt haben dürfen. Wir gehen dazwischen wenn es zu grob wird etc. Straßenhunde müssen meistens viel erwachsener sein, damit sie ihr Überleben sichern können.

Sie sind häufig nicht so „unbeschwert“ und aus reiner Freude am Sozialkontakt interessiert, wie unsere „zivilsierten“ Hunde. Rassehunde mit brachyzephalen (Knautschnasigen) Köpfen (wie z.B. französische Bulldoggen oder der Mops) würden in Spaniens Hitze auf der Straße nicht überleben. Allein deshalb kennen viele Straßenhunde diesen Typ Körper nicht.

Das ist insofern schon ein Problem, da diese Knautschnasen bereits viele Missverständnisse zwischen den Tieren auslösen. Die Knautschnase mit Falten, die runden Augen, das Röcheln durch die erschwerte Atmung sind alles Verhaltenselemente, die bei normalen Hundekörpern auf offensive Drohung hindeuten.

Oft wollen aber diese Hunde nichts Böses – und kommen auf den Straßenhund zu, der denkt sie drohen! Was würde er wohl logischerweise tun, nachdem er in allen Maßen die er kennt beschwichtigt hat, und sich in die Ecke gedrängt fühlt? Sie sehen, auch die Kommunikation zwischen „zivilisierten“ Hunden und Straßenhunden kann sehr kompliziert werden.

Hund-Mensch-Beziehungen:

Ich habe bereits vorher erwähnt, dass Straßenhunde sehr feinfühlig zu kommunizieren lernen, um in der Gruppe möglichst gut überleben zu können. Diese feine und dezente Kommunikation wird den Straßenhunden in ihrer Umgebung mit den Menschen meist zum Verhängnis. Wir Menschen sind in der Körpersprache meistens wahre Holzklötze.

Ein klassisches Beispiel: Um den Hund zu streicheln beugen wir uns zu ihm herunter. Aus rein praktischer Sicht, ein völlig logischer Schritt des Menschen. In der Hund-Hund Kommunikation heißt ein nach-vorne-weg-Beugen „Geh Weg!“, „Halt Abstand von mir“ – Also eine klassische Drohgebärde. Wenn wir unseren Hund dann „zwingen“ sich streicheln zu lassen, empfindet er über dieses unlogische Verhalten einen Kontrollverlust.

Alle Regeln der Kommunikation, die er gelernt hat, scheinen hier keine Bedeutung mehr zu haben. Vergleichen Sie wieder, wie es wäre, würden plötzlich alle Menschen in Ihrer Umgebung nur noch Thai sprechen. Wir kommunizieren aber nicht nur „grob“ und unlogisch, wir verstehen auch noch schlecht.

Wir Menschen sind in der Körpersprache meistens wahre Holzklötze.

Das stellen meine Kunden immer dann fest, wenn der gerettete Hund nach einer „Eingewöhnung“ von ca. 3-5 Monaten „völlig aus dem Nichts heraus“ und „ohne jede Vorwarnung“ einen Menschen gebissen hat. Dass der Hund schon von Anfang an durch seine Körpersprache gezeigt hat, dass er sich unwohl fühlt und dass er mit Sicherheit durch Verhaltensweisen wie Ohren anlegen, steif werden, anstarren, knurren etc. vorgewarnt hat, ist dem Menschen einfach unklar.

Vertrauen zu Hunden aus dem Tierschutz / Ausland muss hart erarbeitet werden

Spätestens jetzt verstehen Sie vielleicht ein bisschen besser, wie schwierig es sein kann, einen ehemaligen Straßenhund bei sich aufzunehmen.

Ein Hund, der über seine ersten Lebensjahre Menschen als Bedrohung kennengelernt hat, wird nicht nach kürzester Zeit feststellen, dass Sie es gut mit ihm meinen.

Dieses Vertrauen müssen Sie sich erst sehr hart erarbeiten.

Besonders bei Hunden, die schon vollständig erwachsen sind und mehrere Jahre „wild“ gelebt haben, ist es ein sehr langer (vielleicht sogar lebenslanger) Prozess, sie an unsere Zivilisation zu gewöhnen. Ein Hund der drei Jahre auf der Straße überlebt hat, weiß wie er sich selbst ernähren kann, hat sich vielleicht schon erfolgreich fortgepflanzt und weiß, wie er sich selbst verteidigen muss und wie er möglichst unversehrt überleben kann.

Bei dieser Betrachtung ist auch selbstverständlich zu verstehen, dass ein ehemaliger Straßenhund in seinem neuen zu Hause bei einer verängstigenden Situation nicht sofort zu seinem neuen Menschen geht, um Schutz zu suchen. Es ist tatsächlich eine moralische Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss, ob die „Rettung“ eines Straßenhundes von der Straße tatsächlich eine Rettung ist. Ein Hund, der auf der Straße groß geworden ist, und sich der dortigen Umwelt gut angepasst hat, wird sich immer schwer tun, sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden. 

Ein bisschen könnte man sich auch fragen, ob man einen Löwen vor der Wildnis retten möchte und ihm deshalb einen Platz im sicheren Zoo geben will. Natürlich ist das ein drastischer und völlig extremer Vergleich. Dennoch liegt er auch nicht so fern, wie man im ersten Moment glaubt.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich finde es selbst auch grausam, dass Tiere in manchen Ländern durch Massentötungen beseitigt werden. Ich habe bei meinen vielen Spanienbesuchen schon viele „Straßenhunde“ in ihrer natürlichen Umgebung beobachten dürfen. Ich habe auch die „Tierheime“ und „Tötungsstationen“ gesehen und finde den Auslandstierschutz sehr wichtig.

Auslandstierschutz kann auch bedeuten, Tiere lebend zu fangen, zu kastrieren/sterilisieren und wieder auszusetzen. So werden keine bzw. weniger neue Tiere geboren, die Zahlen bleiben konstant oder werden weniger und die Tiere werden nicht aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen. Ich durfte auch bereits viele Teams aus ehem. Straßenhund und Mensch in ein harmonisches Miteinander begleiten und bin über die vielen schönen Geschichten, die ich miterleben durfte sehr glücklich. Ich freue mich für jeden Hund, wenn er ein gutes zu Hause bekommt.

Viele ehemalige Straßenhunde passen sich ja auch gut an ihre neue Situation an und machen ihre Menschen zu sehr glücklichen Hundebesitzern.

Ich möchte Sie mit diesem Text bitten, sich bewusst zu machen, dass es ein sehr langer Prozess sein kann, einen Hund aus dem Ausland zu Ihrem Familienmitglied zu machen. Es können viele Trainingsstunden notwendig sein, um eine gute Bindung zueinander aufzubauen. Und Sie brauchen viel Feingefühl, um Ihren Hund gut verstehen zu können. Ich bewundere Ihren Mut, wenn Sie sich dieser Aufgabe stellen und ich bewundere meine Kunden mit Hunden aus dem Ausland für ihre Geduld und Hingabe mit welcher sie mühsam an einer vertrauensvollen Beziehung mit ihrem Hund arbeiten.

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Über die Autorin

Sissy Leonie Kreid

Sissy Leonie Kreid hat in den Niederlanden Tierwissenschaften studiert. Nach einer Ausbildung zum Coach für Menschen mit Hund (bei Martin Rütter) hat Sie sich 2015 mit Akademie Hund als Hundetrainerin selbständig gemacht.

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146 Kommentare

  1. Angelica

    Wunderbar geschrieben.
    Ich frage mich schon lange was sich die Menschen dabei denken, Strassenhunde zu „retten“. Diese Hunde leben ein Leben in Freiheit mit allem was dazu gehört, wieso meinen wir diese Hunde haben es bei uns besser? Wir füttern Ihnen dann Dosenfutter in verschiedenen Geschmacksrichtungen, waschen sie, damit sie besser riechen. Sie bekommen ein weiches Bett im geschlossenen Haus, obwohl es ihnen draussen viel besser gefällt …..wir hängen Ihnen eine Leine und gehen mit Ihnen spazieren…wozu?
    Unsere Tierheime sind voll, in Deutschland gibt es keine Strassenhunde, diese Hunde würden sich sicher über all diese Dinge freuen…

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Liebe Angelica,

      ja, das ist richtig, die meisten Hunde leben dort ein Leben in Freiheit und haben sich ihrer Umwelt erfolgreich angepasst. Genau deshalb entstehen ja viele Probleme nach der „Rettung“. Viele Menschen verfolgen die Motivation, einen Hund vor der bevorstehenden Tötung in einem der ausländischen Tierheime zu retten. Wenn man ein Foto von einem Tier im Zwinger sieht, dem der Tod bevorsteht, empfindet man das menschliche Bedürfnis, helfen zu wollen. Doch bleibt, wie bereits gesagt, die Frage, ob man dem Tier wirklich hilft, indem man es hierher holt. Ob und wie sich ein Hund in der neuen Umgebung anpassen kann, werde ich in einem weiteren Blog-Artikel demnächst erörtern.

      In den Tierheimen hier leben viele Hunde, die sich über ein schönes zu Hause freuen würden. Da bin ich ganz deiner Meinung. Manche von ihnen sind auch traumatisiert und tun sich schwer, sich nach dem Vertrauensverlust durch die Abgabe im Tierheim wieder auf einen Menschen einzulassen. Jedoch sind sie an unsere Zivilisation gewöhnt und die meisten Hunde hier, im Gegensatz zu vielen Straßenhunden, wünschen sich Kontakt zum Menschen.

      Ich helfe deshalb besonders gerne Menschen, die einen Hund aus dem Tierheim adoptieren wollen, den Richtigen für sie zu finden. Im Tierheim in der Umgebung bietet sich die Möglichkeit, die Hunde zu testen und mit ihnen vorab einen Spaziergang zu machen. So kann ich für den Menschen einen Hund aussuchen, der vom Temperament und Charakter gut passt. Es ist ein wunderbares Gefühl, einem ehem. Tierheimhund und seinen neuen Menschen dabei zu beobachten, wie sie zusammenwachsen. (Das gilt natürlich für alle Mensch-Hund-Teams)

      Antworten
      • Karin Redo

        Ich habe jetzt den 3. Straßenhund aus Rumänien und lebe sehr glücklich mit ihnen zusammen. Sie sind tatsächlich sehr dankbar. Meine Freundin hat ein Hund aus dem Tierheim in Deutschland genommen und sie mußte den Hund zurückgeben. Dieser Hund hat sie sogar gebissen. Also hat das nichts‘ zu sagen, dass unsere Hunde besser sind, als die Hunde im Ausland. Ich bin mir sicher, dass der Mensch das große Problem ist ! Der Mensch ist unterschiedlich egal von welchen Land der Mensch kommt. Wir sind nicht gleich und nicht perfekt. Ein Hund ist ebenfalls unterschiedlich egal von welchen Land er kommt. Auch Hunde sind nicht gleich und perfekt. Ein Obdachlose Mensch, der viele Jahre auf der Straße lebt, wäre Gott dankbar, ein eigenes zu Hause zu haben. Der Straßenhunde ist ebenfalls wie im Paradies, ein warmes Bett zu haben und liebe zu bekommen. Bitte redet nicht so ein quatsch, ich kann das nicht akzeptieren, was ihr hier schreibt.

        Antworten
        • Suse Münch

          Ich kann dir nur Recht geben – ich habe auch den zweiten Tierschutzhund aus dem Ausland und weiß auch, in welchem Elend die Hunde dort leben, was hier als „Freiheit“ bezeichnet wird. Mein spanischer Hund hat nie aufgehört zu genießen, dass er tatsächlich einfach so jeden Tag Futter von mir bekommt und ohne zu frieren im weichen Bett schlafen darf. Er hatte Schlimmes hinter sich und ich finde es gefährlich, dass das hier so verharmlost und als „Freiheit“ bezeichnet wird.

          Antworten
          • Claudia Höpner

            Liebe Suse. Ich stimme dir 100%ig zu. 3 ehemalige Straßenhunde im Alter zwischen 6-12 Jahren haben wir ereits aufgenommen. Nicht einen Moment haben wir das bereut. Wer sich konkret mit dem Auslandtierschutz auseinander setzt, weiß, dass im Text naive Ansätze zu erkennen sind. Man kann ja jetzt mal nach Rumänien, Ungarn, Polen fahren und sich umschauen….Die Verhältnisse dort sind mit unserem Standart im Tierheim überhaupt nicht vergleichbar. Isolierte Hütten sind Luxus. Tägliches Futter ebenso. Tierliebe hört an der Grenze nicht auf. Wir helfen tagtäglich auch Flüchtlingen, obwohl unser Land viele viele arme Menschen hat. Urteilen kann der, der die Situation richtig kennt. Liebe Grüsse, Claudia

          • Ingrid Süß

            Wir haben vor ca.2 Monaten einen ehemaligen Straßenhund aus Griechenland bei uns aufgenommen. Er ist ein toller, intelligenter und liebevoller Hund. Aber auch wir stellen Unterschiede zu anderen Hunden fest. So ist z. B. Leinenagression für uns ein großes Thema geworden. Es hat einige Zeit gedauert, bis wir verstanden haben, dass unser Balu in erster Linie frustriert darüber ist an der Leine nicht frei mit seinen Artgenossen kommunizieren zu können. Echte Aggression ist es nie gewesen. Also üben wir uns in Gelassenheit. Tipps wie die überall geliebte Wasserflasche haben wir ignoriert und das war gut so. Solche Reaktionen unsererseits hätten sicher das Vertrauen unseres Hundes gekostet.

            Auch stimmt es, dass er viel weniger unbeschwert mit seinen 1, 5 Jahren ist. Spielen musste er erst lernen. Bestimmte Geräusche oder Fahrzeuge lösen bei ihm Angst aus und dann kann er sich nur noch schwer auf seine Menschen konzentrieren.

            Insgesamt denke ich, egal wo ein Hund herkommt, ist es am wichtigsten die Bereitschaft mitzubringen seinen Hund kennenzulernen. Nicht jedes Training ist für jeden Hund geeignet, besonders nicht wenn dieser schon eigenständige Erfahrungen gesammelt hat. Mn muss sich auf den Hund einlassen können, auf seine Persönlichkeit und seine Eigenheiten. Dann steht einem glücklichen Hund und Menschen nicht viel im Wege.

            Wir sind glücklich, dass uns Balu gefunden hat, er fügt sich wunderbar in unsere Familie ein und wird mit ein bisschen Hilfe und Geduld ein souveräner Begleiter werden.

          • Weyers Elke

            Hallo zusammen,wir hatten bisher Hunde aus deutschen Tierheimen,aus Griechenland,Spanien und aktuell jetzt aus Rumänien.Viele der beschriebenen Verhaltensweisen treffen absolut zu,besonders jetzt bei Artos aus Rumänien.Trotzdem haben wir bisher nie negative Erfahrungen gemacht.Natürlich sind deutsche Tierheime auch voll,aber hier werden die Tiere besser versorgt und nicht einfach eingefangen und ihrem Schicksal überlassen oder getötet.Und auch jetzt wieder weiß ich,das wir mit sehr viel Geduld und Liebe unseren Artos hier bei uns „integrieren“.Er ist einfach nur Klasse♥️

          • Ewa Meyer

            Ich habe aus diesem Artikel leider nicht viel mitnehmen können. Ich habe nur erfahren wie (vielleicht) wenig verstehen wir davon, wie haben unsere Lieblnge früher gelebt, aber eigentlich kein einzigen Tipp, wie sollte ich mich verhalten, damit ein Hund sich leichter aklimatisieren kann.
            Ich habe auch eine kleine, süße Hündin aus Rumänien seit vier Jahren bei mir. Sie ist bis heute sehr zurückhaltend und unterworfen. Ein paar Tipps, wie man sich selbe verhalten soll um dem Hund mehr Selbsbewüsstsein zu schenken wäre hilfreicher…
            (und ich finde eine Überlegung, ob ein Hund aus Ausland oder Inland kommt einfach absurd… sorry…)

          • Steffi Rös

            Hallo,

            Ich habe jetzt schon seit 5 Jahren 2 Hunde aus Bulgarien. Zuerst wollte ich nur einen Hund haben und habe zuerst auch nur einen mitgenommen. Balou ist im Alter von 5 Monaten bei mir eingezogen.

            Aber beim Aussuchen von Balou ist mir noch ein Hündchen aufgefallen (sein Bruder), der sehr ängstlich war. Die Frau von der Hundehilfe hatte den Kleinen hoch genommen und beim wieder runter setzen hat er gleich das Schwänzchen eingezogen und ist in das Körbchen in der hintersten Ecke des Raumes verschwunden.

            Ich habe mit der Frau von der Hundehilfe Kontakt gehalten und sie hatte mir erzählt, dass der Kleine zu „herzensguten Menschen“ vermittelt wurde. Hatte ich mich gefreut.

            Nach nur einer Woche brachten sie den Kleinen (Peppi) aber wieder zurück. Die Frau gab als Grund an, dass er nicht mit ihrer Tochter, für den sie das Hündchen angeschafft hat, spielen wollte, der Kleine hatte Angst. Die demodex Milben die er hatte wurden, da der Hund bei ihr nur Stress ausgesetzt war, immer schlimmer und Peppi war fast ganz nackt. Die angebliche „herzensgute Frau“ meinte, das Hündchen würde ihre Tierliebe übersteigen.

            Wie ich dann von der Hundehilfe erfahren habe war die Frau, die sich das Hündchen geholt hatte, fast jeden Tag mit ihm beim Tierarzt weil sie dachte, er sei krank. Was er, außer den demodex Milben, nicht war! Er wollte nur Liebe, Schutz und ein schönes Zuhause.

            Ich habe kurz entschlossen den Kleinen noch mit zu uns geholt. Es hat zwar etwas gedauert aber die Milben sind Gott sei Dank ganz verschwunden.

            Ich liebe meine Hunde über alles, es sind meine Kinder, meine kleinen Schätzchen. Sie sind total lieb und dankbar, sie sind sehr schlau und verstehen alles. Ich verwöhnen sie gerne. Sie schlafen sogar bei mir im Bett.

            Fremden gehen sie aus dem Weg und lassen sich von ihnen auch nicht gerne anfassen. Sie beißen aber nicht. Peppi, der Ängstliche von beiden, hat besonders Angst vor Leuten mit Stöcken, vor Kindern und auch wenn Leute schwarz angezogen sind.

            Zuhause sind aber beide wie „ganz normale“ Hunde. Wenn jemand zu Besuch kommen will oder wenn der Postbote klingelt wird lautstark gemotzt. Aber wenn einer ins Haus kommt und ich sage „alles gut“ machen beide keinem was. Sie haben noch nie jemanden gebissen.

            Balou liebt seinen Bruder Peppi und Peppi liebt Balou. Was einer macht, macht auch der andere, das ist total süß. Sie sind halt in ihrem Leben schon zusammen durch dick und dünn gegangen.

            Ganz oft sage ich, wie froh bin, dass ich auch noch Peppi zu uns geholt habe. Ich bin ganz stolz auf Balou und Peppi. Die Frau weiß gar nicht was sie für ein Schätzchen zurück gegeben hat. Ich glaube die würde sich schwarz ärgern 😁

            Ich würde jederzeit wieder Hunde aus dem Ausland zu mir holen, sie sind es auf alle Fälle wert, sie sind halt etwas ganz besonderes.

            LG
            Steffi Rös

        • Ange

          So gut geht es vielen Straßenhunden ja nicht. Viele hungern, werden überfahren oder misshandelt…

          Antworten
          • Sissy Leonie Kreid

            Hallo Ange,
            Sie liegen richtig, ein Leben auf der Straße bedeutet für die Hunde oftmals schlechte medizinische Betreuung, ungesunde oder gar mangelnde Ernährung und gelegentlich auch Vertreibung aus Wohngebieten oder Gefahren durch Straßenverkehr. Dennoch bietet es auch die Freiheit, sich seinen Anlagen entsprechend auszuleben. Ein Hund, der auf der Straße geboren und groß geworden ist, der darf sich soviel bewegen wie er mag, der kann sich sein Essen in der Mülltonne „aussuchen“ oder auf dem Feld jagen. Ein Straßenhund kann sich seine Freundschaften und seine Familienplanung selbst aussuchen. Damit verbunden sind die Risiken und Gefahren, die diese Freiheit mit sich bringt.
            Ob ein Hund also aus seiner Unabhängigkeit „gerettet“ werden möchte, oder eben nicht, ist schwer aus unserem bequemen Zuhause heraus zu entscheiden. Deshalb soll dieser Blogartikel helfen, auch diese Seite des „Straßenhundedaseins“ zu beleuchten und dazu beitragen, sie ein wenig besser zu verstehen.

          • Manuela Arold

            Hy ,mein Hund ( ca.Pauli 5 Monate )ist aus Italien er ist ein Mischling wie alle dort ! Er wurde auf einem Feld gefunden mit seinen Geschwistern es waren 10 Stück mit ca. 8-9 Wochen ! Hatten sie uns vom Tierschutz so mal erzählt , die Mutter kam nach paar Tagen nicht mehr dort hin und bevor die junger verhungert wären wurden sie alle eingegangen/ einer ist gestorben:( die anderen neun waren bis vor 4 Wochen in Italien ! Dann wurden alle neun vermittelt nach Deutschland:) muss dazu sagen hatte vorher einen Schäferhund 10 Jahre lang und danach ein Mops ! Der Pauli ist unser erster Hund aus dem Ausland! Er ist sehr ärgerlich erschreckt sehr schnell , alles was ich hier gelesen habe stimmt ! Aber wir hoffen und sind guter Dinge das der Pauli Zeit braucht und mit viel Geduld und liebe wird er Merken hier ist es gut das ist mein neues Zuhause 😉 es ist sehr anstrengend und kostet viel Kraft alles !

          • Thomas Hohner

            Ich denke mal, dass hier ein (sehr) entscheidender Gedankenfahler vorliegt !!!! Wir haben ebenfalls einen Hund aus dem Tierheim … einem Tierheim in Rumänien … „gerettet“. Es lag aber NICHT in unserer Entscheidung, ob Gatsby (sein Name) aus seinem Leben als Straßenhund herausgerissen wurde. Diese Entscheidung haben andere für uns getroffen !!! Unser Hund hatte letztendlich nur noch zwei Möglichkeiten. 1. Tötung in einer Gaskammer in Rumänien oder 2. Vermittlung. Alles andere ist und wäre Wunschdenken … in Freiheit wäre Gatsby in Rumänien NIE MEHR entlassen worden !!! Mag sehr gut sein, dass ihm sein ehemaliges Leben in/auf den Straßen von Brasov/Kronstadt gut gefallen hat, dass er glücklich und zufrieden war. Dies haben ihm aber die rumänischen Gesetze, Tierfänger und Bürokraten genommen. Pest oder Cholera … was ist besser ??? Gatsby geht es heute gut. Es hat ein Jahr gedauert, bis er mit viel Geduld und Verständnis Vertrauen zu einem von uns gefasst hat. Er ist uns in einem unbedachten Augenblick auch schonmal ausgebüchst (abgehauen) … blieb dann aber stehen und kam FREIWILLIG zurück. Er scheint sich mit seinem neuen Leben also abgefunden zu haben. Hmmm … gerade eben wälzt sich Gatsby auf dem Teppichläufer im Wohnzimmer hin und her … streckt alle Viere von sich und zappelt wie ein Hampelmann. Hat er sich mit seinem „neuen“ Leben nur abgefunden oder fühlt er sich vielleicht sogar wohl ??? Thailändisch sollte man können.

        • Andrea Pfister

          Hallo, ich habe einen rumän. sStrassenhhnd aus der Tötungsstation genommen. Ja, eine interessante Frage….warum nimmt man diesen Hund? Ein Leben retten?……. ich weiss nicht,was mein Hund bevorzugt hätte…..den Tod oder das Leben mit mir?……ich kann nur sagen,meiner Hündin geht’s aktuell prächtig und sie hat Spass am Leben……..wer masst sich ein Urteil an?

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          • Sissy Leonie Kreid

            Liebe Andrea,
            genau darum geht es, dass eine pauschale Entscheidung zur Vermittlung eines Hundes im Ausland nicht richtig ist. Die Vermittlung von Hunden sollte immer eine Individualentscheidung sein. Es gibt Hunde, die so lange auf der Straße/in der Pampa gelebt haben, dass eine Gewöhnung an ein Leben in unserer „Zivilisation“ nicht oder nur wenig möglich ist und dabei können Gefahren für Mensch und Tier entstehen. Dies ist wichtig zu beachten. Daher ist es sinnvoll, im Einzelfall zu entscheiden, ob und wohin ein Hund vermittelt werden sollte.
            Ich freue mich von Herzen für dich und deine Hündin, dass eure Vermittlung gut geklappt hat und ihr ein tolles Team geworden seid!

          • Katharina Sachs

            Ares ist 8 bis 10 Jahre alt und kam vor 2 Jahren in erbärmlichem Zustand, völlig abgemagert und von unzähligen tiefen Narben gezeichnet durch eine Tierschutzorganisation zu uns. Was Sie unerträglich naiv zum ‚Duft der Freiheit‘ stilisieren, ist für Straßenhunde im Ausland täglicher toternster Kampf ums Überleben. Ich ziehe den Hut vor allen Menschen die sich diesbzgl im Tierschutz engagieren. Man sollte wissen wie Hunde ticken und mit ihnen umgehen können, sonst gibt es grundsätzlich Probleme. Die hätten Ihre Kunden mit einem Hund aus deutschen Tierheimen früher oder später mangels Kompetenz aber wohl auch.

          • Violetta Engel

            Ich dachte auch immer, man muss die Hunde in Freiheit lassen aus den vielen genannten Gründen. Nachdem mein geliebter, krankgezüchteter Labrador verstorben ist, habe ich mich schockverliebt in einen kleine italienischen Welpen. Er wurde mit seien wurfgeschwistern ausgesetzt und kam aber gleich in liebevolle Pflege, nicht in ein Tierheim. Er kommt nächste Woche zu uns und ich bin dankbar jetzt eure unterschiedlichen Meinungen entdeckt zu haben. Ich werde sicher mit mehr Verständnis mit meinem Spatz arbeiten und mein Thai deutlich versuchen zu verbessern. Danke für die Seite

          • ursel zywietz

            davon zu reden, dass der hund in osteuropa seine freiheit hat, stimmt nur bdingt die streuner werden dort auf brutalste weise gefangen in tötungsstationen eingepfercht und nach wenigen tagen getötet nicht durch eine spritze, die sie einschlafen lässt, sondern vergiftet oder erschlagen, so dass sie qualvoll verenden! in anderen sheltern lässt man sie verdursten und verhungern, so dass die hunnde sich unter einander auch verletzen! das leben eines strassenhundes ist grausam, und er verzichtet gerne auf die “ privilegien“ dieser freiheit, die nur aus “ hunger, verfolgung und quälerei besteht! ich habe selbst immer hunde aus dem auslandstierschutz gehabt -sie brauchen viel,viel geduld und liebe, aber sie geben auch viel zurück!

        • Bärbel Ljubanovic

          Ich habe jetzt seit knapp 2 Wochen einen Hund aus Rumänien adoptiert. Ich habe das Gefühl bekommen, dass ich was falsches gemacht habe 😪 aber nichtsdestotrotz finde ich, dass jedes Tier eine neue Chance bekommen soll. Menschen gibt man ja auch eine 2. Chance 🍀🍀 ich bereue es nicht diesen Schritt gemacht zu haben. Ich weiß das ich noch einen langen Weg vor mir habe mit viel Geduld, aber das ist mir meine Maus wert 🥰🍀🍀

          Antworten
          • Sissy Leonie Kreid

            Liebe Bärbel,
            Ich wünsche euch alles Gute auf dem gemeinsamen Weg!
            So, wie du es beschreibst, entsteht in mir das Gefühl, dass ein/e gut/e Hundetrainer/in euch sicherlich mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte.
            Bestimmt gibt es jemand kompetenten in eurer Nähe.
            Von Herzen das Beste für euch!

          • Evelyn

            Vielen Dank, Frau Kreisd, für die einfühlsame und differenzierte Beschreibung! Ich habe seit drei Wochen eine Hündin aus Spanien über eine gute Tierschutzorganisation hier bei mir. Und denke, wie anders allein ihr Leben im Tierheim mit anderen Hunden und der freien Entscheidung, sich drinnen im Haus oder im weitläufigen Außengelände aufzuhalten, war gegenüber den Beschränkungen in einer Stadtwohnung – und plötzlich allein mit einem fremden Mensch. Das braucht Zeit, Geduld, Verständnis, Liebe. Und Ihr Artikel ist mir da eine gute Unterstützung!

        • Gabriela Brockerhoff

          Wow,
          Danke für diese worte für diejenigen, die keine lobby haben .
          Ich kann das unterschreiben? Was sie da sagen und finde auch das beispiel sehr sehr treffend.
          Ich kann von unzähligen glücklichen hund mensch beziehungen berichten mit hunden aus dem ausland,-meine eigenen eingsschlossen.
          ,-gleichgültig von welchem teil der erde,-gleichgültig , ob von der strasse oder aus dem shelter.
          Die trainerin hier kennt vielleicht vorwiedgend die problematischen beziehungen und anlagen ,- die inzwischen tausende unauffälligen charaktere und beziehungen bleiben da ungenannt

          Nur mut, vertrauen an das gelingen, ein wirklich liebendes herz , intuition, ausreichend information und sachverstand, empathie und aufrichtige kontaktpersonen und orgas sind wichtig .
          Naklar kann es shitty werden,-aber ich kenne unzählige glückskinder,-hunde , die seeeehr glücklich sind, endlich entspannung, frieden, wärme , geborgenheit und unbeschwertes spielen, toben, schmusen zu erfahren mit menschen von denen sie genau spüren , wie sehr sie sie lieben😊

          Antworten
          • Beatrice Fürbringer

            Unser Woody kam mit 5 Monaten aus Bulgarien zu uns. Er hat sich zu unserer große Überraschung schnell an sein neues Umfeld gewöhnt. Er und seine Geschwister wurden in einer Ruine mit ihrer Mama gefunden und von den Tierschützern mit in ein Heim genommen. Bevor er zu uns kam hatten wir Besuch von einer Mitarbeiterin des Tierschutzes die uns viele offene Fragen beantwortet hat und uns erklärte das wir nichts erwarten sollen da die Hunde nichts weiter kennen. Am Anfang war er als Pflegehund bei uns da wir erstmal schauen wollten wie es funktioniert mit ihm und unseren Katzen ( das hatte uns die Chefin vom Verein so angeraten)14 Tage nachdem er bei uns eingezogen ist haben wir einen Welpenkurs mit Grundgehorsam und Leinenführigkeit etc. begonnen. Woody war ein sehr gelehriger Schüler und im Umgang mit Artgenossen unkompliziert. Fremden Menschen gegenüber ist er zurückhaltend und Vorsichtig. Wir sind froh das wir ihn haben, aber es stimmt definitiv das man sich auf diese Hunde einlassen muss und sich mit den Gegebenheiten arrangieren bzw. ständiges Training in Kauf nehmen muss. Wir bleiben auf alle Fälle am Ball und wachsen weiter mit unseren Aufgaben und unserem Hund.

        • Y. Sandal

          Guten Abend,
          Ich schließe mich hier vielen an. Straßentiere aber auch Tierheim Tiere oder aus der Tötungsstation gehören in meinen Augen, (auch wenn ich das total verstehen kann das es großen Stress für die Tiere bedeutet wenn sie aus ihrem Umfeld herausgerissen werden) in ein sicheres Umfeld! Wenn sie adoptiert werden bekommen sie ihren Bedürfnissen entsprechend Pflege, Nahrung, Auslauf. Wie sie sagen Hunde sind anpassungsfähig. Sie werden es besser haben als diese lauernden Gefahren auf Straßen oder durch die Natur ( Gewitter, Regen) oder Einwirkungen dieser menschlichen Kreaturen. Jeder hat seine eigene Meinung aber ich kann nicht zulassen das unschuldige Wesen durch nicht denkende empathielosen Menschen leiden müssen.. Egal wo ich auch eine Reise machte, sah ich wie Tiere gequält geschlagen oder überfahren worden sind. Seit dem schwor ich mir nie wieder ins Ausland zu fahren und diese ….. finanziell zu fördern. Naja Deutschland ist auch nicht so toll was Tierwohl angeht aber das lass ich jetzt mal sein. Und außerdem ist eine Adoption besser als eingeschläfert, geschlagen, misshandelt, überfahren, mit Parasiten befallen zu sein oder Straßenmüll zu fressen, was sowieso nicht gut für den Magen ist und auch gefährlich. Sie verdienen es zu L E B E N und das sorglos… !
          Achja und ich habe auch einen Pinscher aus Bulgarien gerettet die Anfangszeit war sehr schwer, jetzt nach 2 Jahren ist er ein super Charakterhund geworden! Er hat nunmal seinen eigenen Kopf und geht seinen Weg. Man merkt den Unterschied zwischen Straßenhund und zivilisiert aber ich habe ihn trotzdem ganz doll lieb! Er würde niemals beißen trotz Misshandlungen die er mitbekam.. Wieso darf Hund nicht so sein wie er möchte? Wir sind glücklich und das ist was zählt!
          Und ich hoffe das viele andere Hunde weiterhin adoptieren, aber sich auch Gedanken machen sollten das es nicht einfach sein wird. Aber es lohnt sich!

          Antworten
        • J.Ellsworth

          Ja, sehe ich auch so! Hunde wurden vom Menschen domestiziert und sind deswegen KEINE Wildtiere! Sie brauchen daher den Schutz der Menschen. Wer weiß, wie diese armen von-Natur-aus-Haustiere in Rumänien, Ungarn usw. eingefangen und „entsorgt“ werden (Frostschutzmittel injiziert, weil es das Billigste ist, mit tagelangem qualvollem Tod, lebendig ins Feuer geworfen, mit Drahtschlingen erwürgt, usw. – sadistische Methoden), wird so einen Schwachsinn nicht mehr denken! Dazu kommt, dass in dt. Tierheimen nur sehr selten noch „normale“ Familienhunde zu finden sind, eben weil wir keine Straßenhunde haben. Dann holt euch halt einen armen, bissigen Schäferhund oder Rottweiler ins Haus… Ich bevorzuge Hunde aus dem Ausland.

          Antworten
          • Christa

            Hallo Frau Ellsworth, ich habe seit dem 1.8.2020 auch einen Hund aus Rumänien. Um gleich voraus zu sagen es handelt sich um eine 10 Jahre alte Rottweiler Hündin. Ich glaube nicht, dass ein bissiger Hund einer bestimmten Rasse zugeordnet werden kann. Ich habe mich mit Absicht für einen alten und schwervermittelbaren Hund entschieden. Ich wohne in einem Bundesland indem die Listenhunde es sehr schwer haben. Vom Maulkorb, Rasse bis zum Wesentest. Wir haben alles gut überstanden und dürfen ohne Maulkorb und Leine laufen.
            Das ist mein erster Hund aus dem Tierschutz und Ausland. Ich würde es auch immer wieder machen. Es ist egal ob der Hund aus dem Tierheim in Deutschland oder aus dem Ausland kommt. Wichtig ist, dass wir den Tieren eine 2. CHANCE geben, denn der Mensch schafft dieses Elend und sollte dafür sorgen, dass kein Tier gequält wird. Rumänien, Griechenland, Spanien usw. sind in der EU, warum wird geduldet dass der Tierschutz nicht eingehen wird.

        • Erika Gogga

          Da muss ich Ihnen Recht geben genau das ist auch meine Meinung.Es ist nur eine Frage des Umgangs , wenn der sogenannte Straßenhund einzieht in die Familie.

          Antworten
        • KAR

          Hallo, ich habe das absolute Gegenteil erlebt. Mehrfach! Für mich ist klar dass ich nie wieder einen Strassenhund möchte und auch in meinem Umfeld möchte keiner der Hundehalter das nochmal erleben was sie mit einem Straßenhund erlebt haben.

          Danke für den tollen und unverblümten sachlichen Text!

          Antworten
        • Anneli bittrich

          Genau
          Das ist fakt
          Alles andere sind an haaren herbeigezogene argumente
          Ein hund von der strasse
          Verfolgt
          Getreten
          Misshandelt
          Ohne positiven menschlichen kontakt
          Den soll man da lassen?

          Antworten
        • Silvia Anderl

          Hallo
          Ich möchte vorerst betonen, dass natürlich jedes Leben schützenswert ist und viele Menschen großartige Arbeit für den Tierschutz leisten. Leider ist es nicht möglich alle zu retten (sei es Menschen, Nutztiere oder auch Straßenhunde). Fr. Kreidl schildert aber nur die Situation aus Sicht des geretteten Hundes und natürlich würde der Hund alles verstehen würde er wahrscheinlich das Leben dem Tod vorziehen. Wichtig ist nur das nicht Menschen blauäugig versuchen Hunde zu retten und sich nicht bewußt mach was auf sie zukommt. Nicht jeder hat Hundeerfahrung, Zeit und Geduld so einem Hund dass zu geben was er braucht und ist schnell überfordert. Das bringt keinem etwas. Ich persönlich liebe Tiere, besonders Hunde und würde gerne einem Hund ein glückliches leben bieten, aber ich muss arbeiten gehen und bin alleine. Wie soll z.B. ich es schaffen einige Monate nur für den Hund da zu sein, ohne meine Arbeit zu verlieren. Ich finde es großartig, dass es Menschen gibt die den Hunden eine zweite Chance geben, aber bitte nicht um jeden Preis. Immer gut überlegen und noch einmal überlegen ob ich das stemmen kann. Danach Danke für dein Angement und alles Gute.

          Antworten
      • Andrea Pfister

        Hallo. Ich heisse Andrea und meine Flori kam aus Rumänien zu mir,aus einem öffentlichen Shelter. In Rumänien werden Strassenhunde von der ASPA eingefangen, in einen Shelter gebracht und dort dann irgendwann getötet. Das Leben eines Strassenhunde ist glaub ich nicht witzig und schon gar nicht ‚frei und glücklich‘. Auch ich würde angegangen warum ich mir keinen Hund hier in Deutschland aus dem Tierheim hole…..ganz klare Antwort: hier werden sie nicht getötet. Es ist die Geschichte des jungen Mannes ,der Seesterne rettet und des Alten,der ihn ob der grossen Menge an Seesterne am Strand fragt,was für einen Sinn das macht. Man könnte auch einmal den Gedanken zulassen zu fragen,warum in Deutschland so viele Hunde gezüchtet werden ???? Und warum sich jemand einen Hund vom Züchter holt statt aus einem örtlichen Tierheim. Meine Hündin ist super und es klappt sehr gut mit uns, aber ich habe auch viel Hundeerfahrung und sehr viel Geduld. Macht die Aufnahme eines Strassenhundes definitiv einfacher.liebe Grüße

        Antworten
        • Sissy Leonie Kreid

          Liebe Frau Pfister, ich gebe Ihnen Recht: ein Leben auf der Straße bedeutet für die Hunde oftmals schlechte medizinische Betreuung, ungesunde oder gar mangelnde Ernährung und gelegentlich auch Vertreibung aus Wohngebieten oder Gefahren durch Straßenverkehr. Dennoch bietet es auch die Freiheit, sich seinen Anlagen entsprechend auszuleben.

          Nicht jeder Hund genießt seine Adoption in ein deutsches Zuhause. Es gibt Hunde, die in der neuen Umgebung völlig traumatisiert werden, weil ein Hund aus einer ländlichen Region in eine belebte Innenstadtwohnung vermittelt wird. Er kennt quasi kein Haus, keinen Autoverkehr, dicht an einem vorbeidüsende Radler etc. Manch ein Hund hat sich jahrelang selbst ernährt, fortgepflanzt und aufgrund seiner Prägung den Menschen fern gehalten und „genießt“ den priviligierten Luxus eines gemütlichen Hundebetts, Gassigängen und gesundem Hundefutter tatsächlich nicht.
          Ob also ein Hund „gerettet“ werden sollte oder möchte, sollte eine Einzelentscheidung sein. Indivudell und bei jedem Hund bewusst auf den Hund abgestimmt. Um auch diese Seite des Tierschutzes mal anzuschauen, dazu dient dieser Artikel.
          Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute für die Zukunft!

          Antworten
          • Alice

            Ein seriöser Shelter schaut aber auch, ob das Hunde-Mensch-Paar zusammen passt oder nicht, bietet meist auch eine Rücknahme an, wenns gar nicht passt. Mir wurde meine Schäfermixhündin auch nur vermittelt, da ich schon Hundeerfahrung mit der Rasse habe. Sonst hätten die mir zu einem „unkomplizierteren (Anfänger)Hund“ geraten. Und ich finde das gut so.
            Es gab immer schwarze Schafe und die wird es leider immer geben, ob Züchter, Tierheim oder Shelter.
            Da ist dann natürlich schon ganz wichtig, dass man sich vorher informiert und nicht mit der „rosaroten Brille“ einen Hund aussucht.

          • Chris

            Ein Jahr lang habe ich gebraucht um mich zu entscheiden. Ich hatte bereits Hunde und konnte mich also aus. Spazieren laufen bei jedem Wetter ,eventuell Erziehung zur Stubenreinheit, den Hund zu lieben wie er ist, auch wenn es manchmal nicht leicht ist… und tausend Sachen mehr.

            Sch wie schön ist es doch Sonntags im Bett zu bleiben . Bei strömenden Regen die armen Mitmenschen welche Gassi gehen müssen bemitleiden…

            Aber alles schlecht reden half letztendlich nichts. Ich wollte einen Hund . Und ich wußte auch was für einen. Das Alter war mir erstmal egal. Von Welpe bis Senior… Hauptsache er ist sozialverträglich.

            Auf einer Hundevermittlung Seite, fand ich dann meinen Hund. Ein Golden Retriever Mix . angeblich schon in der Tötungsstation.
            Ich habe mich sofort verliebt und alles in die Wege geleitet damit ich diesen Hund bekomme. Das hat dann auch geklappt.

            Abends um 21 Uhr kam er nach ca 10 Stunden Fahrt, mit ca. 15 anderen Hunden in einem Transporter aus der Slowakei an. Treffpunkt war die deutsche Rettungsstation. Ich warf einen kurzen Blick in den Transporter . Konnte meinen Hund aber nicht entdecken. Also wartete ich bis mir eine Leine in die Hand gedrückt wurde mit den Worten: Das ist er.

            Ungläubig sah ich die Vermittlerin an. Der Hund war mir als ca 20 bis 25 kg und ca 55cm beschrieben worden. Vor mir stand ein kleiner 45 cm hoher und 16 kg leichter Hund.

            Es war aber wie beschrieben ein Golden Retriever Mix. Das Alter wurde mit 18 Monate angegeben . Aber das ist ja geschätzt . Total verschüchtert sah er mich an. Ich nahm die Leine und lief ein paar Meter mit ihm. Natürlich hatte er darauf keine Lust und so setzte ich ihn ins Auto. Die Heimfahrt konnte starten .Der arme Hund hatte nun noch einmal vier Stunden Fahrt vor sich. Das hatte sich leider nicht anders regeln lassen.

            Er war sehr ruhig und fraß auch nicht viel die nächsten Tage. Draußen das war seine Welt . Da lebte er auf.

            Bereits nach einer Woche, konnte er alleine auf seinem Platz bleiben . Zumindest für eine Viertelstunde.

            Schon am dritten Tag bezog er seine Decke in der Diele . Dort schlief er die ganze Nacht total ruhig durch .Bis dahin hatte er im Schlafzimmer geschlafen.

            Er war von Anfang an stubenrein.

            Nach vier Tagen lief er ohne Zug an der Leine.

            Dieser Hund welcher 6 Monate in einem Shelter gewartet hat , hat so viele positive Eigenschaften, das hatte ich nicht erwartet.

            Er ist einfach ein Wunder für mich . Im absolut positiven Sinne.

            Wenn man sich einen Hund aus dem Tierschutz holt weiß man nie was man bekommt.

            Aber es kann auch alles so super laufen wie bei mir .

          • Christiane Weise

            Hallo,unsere kleine Maus ist jetzt 8 Monate alt.
            Mich interessiert,ob es vielleicht bestimmt Gruppen im Internet gibt wo man seine Erfahrungen mit anderen Besitzern von ehemaligen Straßenhunden austauschen kann.
            Lg

        • Ulrike

          Super, dem schließe ich mich komplett an! Habe seit letztem Jahr zwei kleine Ausländer, einen Griechen und eine Rumänin. Beide waren bei Ankunft drei Jahre alt.
          Beide waren sehr verstört!
          Nun, ein Jahr später, habe ich sehr liebe Hunde mit guten Manieren, beide sehr fröhlich. Im Haus äußerst ruhig und angenehm, draußen und im Garten verspielt und lebhaft. Es könnte nicht schöner sein.Die Hündin ist leider grenzwertig auf Laishmaniose getestet und nun bekommen beide nur hochwertige und getreidefreie Kost.
          Ich habe es keine Sekunde bereut und durch ihre Liebe und Dankbarkeit, bestätigen die Hunde es täglich aufs Neue! In Hochachtung vor ALLEN Tierschützern, grüße ich herzlich und wünsche euch allen Glück und Freude… Besonders mit euren Tieren!
          Ulrike

          Antworten
          • Barbara Ljubanovic

            Hallo Ulrike, du hast mir wieder Mut gemacht mit deinem Bericht. Ich werde weiter kämpfen für meine kleine verängstigte Maus. 🍀🍀🍀🥰 mit viel Geduld und Liebe werden wir es schaffen. LG Bärbel

          • Felicitas Ellen Ruffert

            Hallo, ich habe auch eine Bordercolli Hündin aus Griechenland aufgenommen .Sie ist draußen sehr ängstlich, drinnen aber nicht .Ich hatte 6 Hunde aber sie ist die erste aus dem Tierschutz. Angeblich war sie seit Welpen alter dort im Tierheim. Wurde aber Stadtlich kastriert.Sollte 1jahr und 8 Monate sein ,im Pass steht aber 6.4.17 .Hab uns zur Angsttherapie angemeldet. Nun hab ich gelesen, im M. Rütter Buch ,das es keinen Sinn macht zu Therapie zu gehen ,wenn der Hund keine Komandos kennt und noch kein richtiges vertrauen zu seinen Frauchen hat. Was soll ich bloß tun ? Ich möchte das es funktioniert. Hat hier jemand einen Tip ? Komme aus Berlin. LG Felicitas ruffert

        • Gabriela Brockerhoff

          Hallo,
          Danke für den kommentar!!
          Es tut soo gut,
          Immer wieder diese aspekte pro auslandsuind zu lesen .
          Aus langjähriger erfahrung heraus , frrue ich mich daran.😊

          Antworten
      • Silke Günthner

        Hallo wir bzw eine Bekannte bräuchten dringend Hilfe mit einen auslandshund. Können Sie sich bitte bei mir melden. Das wäre do dringend. Lg

        Antworten
      • Marita Fritz

        Hallo, liebe Sissi,
        Ich finde deinen Artikel sehr lehrreich und spannend.
        Vielen Dank dafür!

        Ich habe jetzt den 7. Hund vom Auslandstierschutz. Und hatte keinerlei Probleme, jedenfalls keine gravierenden.

        Nur einer mochte keine anderen Rüden, wurde aggressiv, wenn andere Rüden zu nahe kamen.
        Nun kann ich das Verhalten auch besser verstehen, nachdem ich deinen Artikel gelesen habe!!!

        Ich hole mir immer alte Hunde, so um die 10 Jahre.
        Und alle waren zuletzt in Tierheimen in Spanien, Italien, Rumänien…
        Und darum denke ich, dass es gut für diese Hunde war, sie zu mir zu holen, sonst wären sie bestimmt iin den Tierheimen gestorben. Und dort waren sie garantiert unglücklich gewesen ihren kalten Zwingern.
        Und alle waren sooo dankbar – obwohl ich natürlich keine Dankbarkeit erwartete.
        Und sie schienen so glücklich bei mir…
        Einige waren auch in der Tötungsstation.

        Ich würde mir natürlich nie einen Hund von der Strasse mit nach Hause holen – da muss ich dir zustimmen, dass das vielleicht nicht so gut ist für die Tiere.
        Aber wenn ich sie aus den Tierheimen hole, ist es doch ok?

        Liebe Grüsse

        Antworten
    • Zimmermann

      wir haben drei traumhafte ehemalige Straßenhunde aus Rumänien gerettet!! Sie wären dort gestorben in der Tötung (aufgefressen von Artgenossen weil sie dort nicht gefüttert werden, verhungert, an den schrecklichen Misshandlungen gestorben oder wenn sie so lange überlebt hätten – vergasst!!) Alle Hunde sind schon nach kurzer Zeit durch sachverständiges Training zu Traumhunden geworden!!! Eine Hündin haben wir behalten, die anderen 2 vermittelt und ständig engen Kontakt!!! Sie bereichern das Leben in ihren Familen. Unsere Shawna ist im Februar 2016 zusammen mit ihrer Tochter zu uns gekommen und von einem totalen Angsthund nun zu einer tollen Reitbegleithündin, Mantrailerin, Agilitysportlerin, Dummiesucherin (die sich ihr Futter damit selbst lverdienen muss) und Arbeitsbegleithund meines Mannes geworden!!! Ihre Tochter ist Therapiehündin im Altersheim, Agility und macht in der Begleithundgruppe Hundeschule. Sie ist ein Traum. Samos (als Junghund in die Tötung gekommen, danach 9 Monate im Einzelzwinger im Shelter weil er durch die enge Situation mit 14 HUNDEN IN DER Tötung, die sich dort selbst angefressen haben) zu uns als Pflegehund gekommen, er ist jetzt nach 3 Monaten Reitbegleithund, Mantrailer mit super Begeisterung und Talent dabei, wie die anderen 2 schon immer ableinbar und lässt sich sogar vom aufspringenden Hasen abrufen!!!!! Also, es liegt nicht an den Hunden, nein sondern am falschen Mitleid der Menschen, die diesen Hunden keine Führung geben können. Diese brauchen sie unbedingt anfangs. Jeder Hund will eine Famile und ist durch Menschen zu dem geworden was er ist- ein Hund und eben kein Wildtier!!! Kein Hund lebt lieber in der Hölle als in einer Familie!! Oder warum denkt Ihr kommen die vielen Flüchtlinge in fremde Länder wo sie die Sprache und Kultur nicht verstehen??? Sie fliehen vor dem Krieg – weg aus der Hölle die ja eigentllich ihre Heimat sein sollte…

      Antworten
      • Sissy Leonie Kreid

        In meinem Artikel geht es auch darum ein Bewusstsein zu schaffen und zu unterscheiden, zwischen Hunden, die aus Tierheimen/Shelters kommen und Hunden, die teilweise sogar schon in mehreren Generationen mehr oder weniger wild im ländlichen oder städtischen Raum gelebt haben. Letztlich geht es um deine Kernaussage – den Hund verstehen lernen 🙂 Da habt ihr ein tolles Stück Arbeit geleistet. Und genau darum geht es ja – verstehen, wie die Welt aus „Hundesicht“ sich anfangs gestaltet, Führung und Möglichkeiten, Auslastung und Verständnis bieten!
        Alles Gute weiterhin für euch!

        Antworten
        • Liane

          Also ich habe in Griechenland seit Juni 2017 einen hund ständig im Urlaub bei mir. Sie ist eine sie ,und war 2017 ungefähr 5 Monate alt . Jedes Jahr haben wir sie 6 Wochen . 2018 genauso. 2019 dieses Jahr lebt sie in Griechenland seit April mit uns zusammen. Wir haben einen Wohnwagen und ein Grundstück. Unser Mädchen läuft nicht weg auch bei offener Gartentür nicht . Nun wollen wir sie im September mit nach Deutschland nehmen , und hoffen das die ihr neues Zuhause gut findet . Sie wird alle Liebe erhalten um glücklich zu sein

          Antworten
      • Sophie

        Sie haben völlig recht!!!! Wir haben 4 gerettete hunde aus griechenland. Sie sind ein TRAUM. Wir haben viel zeit und liebe (unabdingbar bei JEDER beziehung) aufgewendet und werden täglich belohnt!
        Es ist ein mythos/klischee, dass strassenhunde „glücklich“ sind, frei und wild zu leben.
        Hunde sind weder wildhunde noch wölfe, und wenn es so scheint, dass sie ohne eigene familie, ohne ein eigenes, sicheres rudel leben wollen, dann ausschliesslich deshalb, weil sie NICHTS ANDERES KENNEN!!!!
        Sophie

        Antworten
        • Kerstin

          Hallo Sophie, wir sind aktuell auch in Griechenland und kurz davor ein weiteres Familienmitglied zu uns zu bringen. 😉
          Haben bereits einen Hund zu Hause und haben hier nun einen knapp 8 Monate alten Hund ins Herz geschlossen.
          Darf ich fragen wie ihr zu Hause vorgegangen seid? Wart ihr mit euren Hundis in der Hundeschule oder habt ihr Ihnen erstmal Zeit zu. „sozilisieren“ gegeben?
          Wie haben eure Hunde den Zuwachs aufgenommen?
          Liebe Grüße

          Antworten
      • Christiane Hadler

        Hallo
        Wir haben auch einen 2. Straßenhund und sind total zufrieden.
        Diese Hunde sind sehr lernfreudig und freundlich.
        Wir haben draußen und zuhause keine Probleme gehabt.
        Schlechte Erfahrung hatte ich mit der Hundeschule, den druck können die nicht verarbeiten. Wir haben ihnen alles selber beigebracht und das mit viel Ruhe und Geduld.
        Lg. Christiane

        Antworten
        • Michaela

          Dem kann ich nur beipflichten. Meine Hündinn lebt jetzt 8 Monate bei uns. Sie kam direkt in einem erbärmlichen Zustand zu uns. Ihre Freiheit als Strassenhund hatte sie wohl nicht geniessen können (Knochenbrüche, Beisswunden etc.) Soviel zu den Strassenhunden, die ihre Freiheit geniessen.
          Auch die anscheindende Menue-Auswahl aus Mülltonnen, sieht in Wahrheit nicht so toll aus, wie einige das hier so verschönigen. Sira wurde bei einer Mülltonne von Menschen ertappt und brutal mit Tritten verjagt.
          Nun Sira lebt jetzt bei uns, geniesst ihr Leben, ist eine richtige Schönheit geworden und folgt aufs Wort. Ich denke, sie würde nicht mehr nach Rumänien zurück wollen. Obwohl sie ja hier bei uns „eingeengt in Haus und Garten leben muss“

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      • Diana

        Hallo Frau Kein. Wir haben auch einen Hund aus dem benachbarten Ausland. Dort gibt es keine Straßenhunde aber Tierheime die ebenso Hunde töten nach gewisser Zeit. Auslandshunde sind nicht immer Straßenhunde haben aber die selben Probleme wie Tierheim hunde in Deutschland. Unserer wuchs in einem privaten Tierheim eines Tierarztes auf .

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      • Gabriela Brockerhoff

        Wow,
        Super geschrieben.
        So ist es.
        Glg 😊

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      • Christina Pfeiffer

        Es ist so toll zu hören wie gut das bei euch geklappt hat 😊 Ich hatte früher schon eine Tierschutzhündin, damals hab ich aber am Dorf gelebt mit einem großen Garten. Jetzt haben wir seit einem Monat einen kleinen Rumänen hier, leben aber mittlerweile in der Stadt mit allen Herausforderungen. Allerdings kam er bereits mit 4 Monaten zu uns. Er hatte von Tag 1 eine Beziehung zu uns, war stubenrein und ist sehr ausgeglichen. Draußen liebt er die Hunde die er kennt und baut auch relativ schnell eine Beziehung zu anderen Menschen auf. Aber vor allem was er nicht kennt hat er erst einmal Angst. Da braucht es sehr viel Geduld. Wobei wir durchaus Freunde haben die Hunde vom Züchter haben die mindestens genauso anspruchsvoll sind.

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    • Marie

      Bedenke bitte: die sog. Tier“heime“ dort sind bestenfalls Verwahrstationen, im denen eine Seele wie die meiner Stella aus einem italienischen Canile nur noch verkümmern kann …
      Die Tiere werden nicht wild gefangen und vermittelt … meistens sind die aufgefundenen Hunde verletzt und hilfsbedürftig. Meine Stella wurde mit ihren Welpen in der Kanalisation aufgefunden, all wären ertrunken. Tierschützerinnen kümmerten sich um sie und die Tiere für die sie keinen Platz fanden kamen in ein Canile.
      Es mag ein weiter Weg für Stella und mich werden …. bisher machen wir es gut.
      Die hiesigen Tierheime sind die reinsten *****-Hotels gegen sie Canile oder Perreras etc.
      Darum adoptieren wir Hunde aus dem Ausland.

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      • Sissy Leonie Kreid

        Hallo Frau Brehm,
        Sie haben völlig Recht, die meisten Tierheime hier in Deutschland sind 5* Hotels im Vergleich zu den Tierheimen/Shelters in vielen Ländern. Trotzdem wünschen sich auch Hunde aus deutschen Tierheimen Zuhause. Die meisten von ihnen sind bereits an das Leben mit Menschen gewöhnt und würden auch lieber mit einer Familie leben. Wie Tiere im Ausland gefangen/gehalten und vermittelt werden, ist allerdings von Organisation zu Organisation unterschiedlich.
        Mein Artikel soll dazu dienen, sich möglichst genau zu informieren und vor allem soll er helfen, den Hund besser zu verstehen. Meine Hochachtung gilt all denen, die einen Hund adoptieren und mit viel Verständnis für den Hund dann einen guten gemeinsamen Weg finden.

        Ich wünsche Ihnen und Ihrer Stella alles Gute!
        Herzliche Grüße,
        Sissy L. Kreid

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        • Michaela Künzli

          Hallo. Ich finde den Artikel von Fr. Kreid super. Sie verschönigt nichts. Es ist schwierig, einen Hund aus dem Ausland bei sich aufzunehmen. Ich habe meine Sira seit 3 Wochen. Sie macht ihre Sache toll. Aber es gibt immer wieder Tage, da hinterfrage ich meine Idee so einen Hund aufzunehmen. Ich hatte schon immer Hunde und hab sehr viel Erfahrung. Aber mit einem Hund aus einer Auffangstation im Ausland ist es nicht leicht.
          Klar wenn sie mal integriert sind und einige Zeit bei uns leben, sind es tolle Hunde. Aber der Weg ist lang und nicht immer so toll.
          Man sollte es nicht schönreden, wie dankbar die Hunde sind. Man muss wissen, dass es sehr sehr viel Gedult und Einfühlungsvermögen braucht, bis so ein armer Hund aus dem Ausland zu einem tollen Gefährten wird.

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    • Iris K.

      Liebe Angelica,
      muss mich dazu äussern, ja, schön wäre es, wenn die Hunde in Rumänien usw. alle frei wären. Oder sie würden nur gefangen werden, um sie zu kastrieren und sie dann wieder frei zu setzen. Aber es ist tatsächlich so, dass sie auf brutalste Art und Weise von Hundefängern, die auch noch „Kopfgeld“ bekommen, eingefangen und dann zum Teil halb tot geprügelt, mit Stahlschlingen um die Schnauze, gebrochenen Beinen, zerschlagenen Schädeln, die zur Erblindung führen, in diese unendlich riesigen ( zum Teil 800 bis 2400 Hunde starken) kommunalen Zwinger geworfen werden. Ihre Ohren werden durchstochen, mit einer Marke versehen. Verletzt und verstört warten sie dort auf Hilfe, manchmal gebären sie dort im Kot und Schlamm ihre Jungen. Es gibt dann Tierschutzorganisationen, die diese Shelter mit Berechtigung durch die Kommunen betreten dürfen, um für etwas Linderung des Elends zu sorgen, kastrieren dann, von Spenden ermöglicht, aber die Hunde dürfen erst dann freigelassen werden, wenn es einen Adoptanten im Ausland gibt. Schön wäre es, wenn… aber nicht zu vergessen, da fliessen EU-Subventionen an dieses Land, um eigentlich das Elend und die Anzahl der Strassenhunde zu verringern. Aber dadurch gibt es auch wiederum unendlich viele „Vermehrer“ und die Korruption, also gar keinen Grund für dieses Land, die Anzahl der Hunde ernsthaft zu verringern, da würden ja dann weniger Gelder fliessen.

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      • Lisa N

        Liebe Iris,

        ich kann mich dir nur anschließen! Den Straßenhunden in Rumänien geht es nicht gut und sie fühlen sich nicht wohl frei zu sein da dies für die Hunde tägliche Misshandlungen und Hunger usw. bedeutet…
        Ich war zwei mal im Urlaub in Rumänien, dort konnte ich einiges beobachten….

        Ja es wird EU-Subventioniert das die Hunde kastriert und anschließend mit einer gelben Marke im Ohr wieder frei gelassen werden. Diese Hunde sind sehr Menschenscheu da sie mit Menschen keine guten Erfahrungen machen und auch für freie Strassenhunde jeder Tag dort ein Überlebenskampf ist, da sich niemand um sie kümmert und ihnen fressen gibt, sie werden von Menschen verscheucht wenn sie Mülltonnen plündern und egal wo sie sich niederlassen wollen, sie werden von den Menschen nicht toleriert …. es gibt so viel was man dazu schreiben kann…. das waren die Hunde die ich in Bukarest beobachten durfte… die EU-Subventionen kommen nur in die Großstädte.

        Den größten Teil unseres Urlaubes hatten wir aber in einem kleinen Dorf am Meer verbracht ca 4 std mit dem Zug von Bukarest entfernt, wo viel mehr Hunde als in Bukarest waren und keiner hatte eine gelbe Marke im Ohr oder war kastriert…. dort kommen definitiv keine Subventionen an…
        Wie die Hunde dort von den Menschen behandelt werden ist nicht schön…
        wenn sie nicht völlig misshandelt in einer Station landen haben sie ein sehr stressiges Leben auf der Straße.

        Schon die Kinder quälen die kleinen Welpen auf der Straße, weil Ihnen von den Eltern vermittelt wird, das deren Leben nichts wert ist.
        Die Hunde laufen bei Ruckartigen Bewegungen oder wenn du eine Wasserflasche in der Hand hältst ängstlich weg, weil diese nach den Hunden geworfen werden, damit sie sich von den Grundstücken und Restaurants usw. fernhaften.

        Größere Rudel versuchen vor Hunger sogar Welpen von anderen Hunden zu fressen….

        In Gesprächen mit einheimischen haben wir erfahren das dort die meisten Hunde im Winter verhungern, da die Feriernorte am Meer komplett leer sind… es werden wohl alle Fenster und Türen vernagelt und ihre futterquelle verschwindet.

        In der ersten Nacht haben wir mitbekommen wir ein Mann einen Hund übers Feld getreten und gezogen hat, der Hund hat so herzzerreißend gejault der nur bei seinem Bruder sein wollte… wie wir später feststellten…
        Nun heißt er Mogli und liebt sein sicheres Zuhause in Brandenburg. Mogli lernten wir ca. am dritten Tag kennen, als er humpelnd vor unserer Unterkunft herumstreunte und eroberten sein Herz mit einer Packung Schinken…. später führte er uns zu seinem Bruder der in einem kleinen Zwinger (wie ein Babybett) in seinem eigenem Mist saß mit Brot und Tomaten als Futter und einem leeren Trinknapf… er wurde eingesperrt um als Wachhund zu fungieren… denn der Besitzer war ja nie da…
        irgendwann haben wir uns getraut Balu aus seinem Minikäfig zu lassen… er brach nach 5 Metern einfach zusammen, weil er nie raus kam und immer eingesperrt war.
        Mogli hat durch die vielen Tritte und Schläge eine kaputte Niere und ein kaputtes Knie und Balu war weder mit Hunden noch mit Menschen sozialisiert, beide waren ca. 6 Monate und wurden vollständig sozialisiert, auch wenn es ca1,5 Jahre gedauert hat.

        Als wir uns entschlossen hatten das wir die Leben der beiden Hunde retten wollen, haben wir 5 Tierschutz Organisation in Rumänien kontaktiert die eine Korporation mit Deutschland haben, keiner konnte/wollte uns helfen…

        Mit hilfe einer einheimischen haben wir einen Tierarzt gefunden der uns Papiere ausgestellt hat und die Hunde geimpft und gechipt hat. Mit Hilfe einer einer Ungarin die mit dem Auto dort war, haben wir die Hunde nach Ungarn und anschließend nach Deutschland bekommen…

        Nun haben wir zwei fast gesunde Hunde, die sehr glücklich mit ihrem Menschenrudel sind und wahrscheinlich nicht mehr leben würden….

        Ich schreibe dies, da die Aussage von Angelika das Hunde im Ausland in Freiheit leben und es gut für sie ist in vielen Ländern einfach nicht stimmt!

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        • Linda Pelzer

          Liebe Lisa
          ihr habt meinen allergrößten Respekt! Ich wünsche euch für die Zukunft alles erdenklich Gute und viele liebevolle Knuddler an eure Fellnasen. glg Linda

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        • Bibi

          Puh….Danke für diesen geschilderten Eindruck….und alles Gute für Euch….Dein Erlebnis dort scheint mir eher die Realität in Rumänien, leider…
          Ich habe gerade(vor 6 Wochen) eine Rumänin adoptiert, aus einem städtischen Hundelager mit 1000 Hunden….die Hunde kommen da , außer durch Adoption, nicht wieder raus, außer , sie sterben…

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        • Claudia Höpner

          Meine absolute Hochachtung. Liebe Grüße, Claudia

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    • Natalia

      Stimme der Kommentatorin „Sophie“ absolut zu. Habe selbst einen ehemaligen Straßenhund aus einem Tierheim in Kroatien, und hatte früher einen aus einem deutschen Tierheim, der aber von Ibiza dorthin gekommen war, und dort umgebracht worden wäre. Diese wildlebenden Hunde, von denen es durch zunehmendes Wachstum der Städte und Ausbreitung der Menschen ohnehin nicht mehr viele gibt, sind ja nicht die, die man normalerweise (d.h. von Tierschutz-Organisationen) adoptiert. Man adoptiert die, die in den jeweiligen Ländern eingefangen wurden, weil sie eben nicht frei dort leben sollen. Kastrationsaktionen zu unterstützen ist natürlich extrem wichtig, aber damit alleine ist es eben nicht getan. Hatte den Artikel bis zu diesem Paragraphen mit Interesse gelesen. Aber ich denke, die Autorin unterliegt teilweise auch der sample bias: Zu ihr kommen eben nur diejenigen Leute, die Probleme mit ihren (Straßen)hunden haben. Unser Hund jetzt zeigt auch teilweise das beschriebene Verhalten (ausweichen bei anderen Hunden; Aggression, wenn andere Hunde nur spielen wollen; anfänglich extrem viel Angst; immer noch Angst vor großen Männern und Stöcken), aber das stellt kein Problem für uns dar. Wir haben uns auf die eingelassen. Ansonsten ist sie ein perfekter Hund, verhält sich als wäre sie zum Therapiehund ausgebildet worden xD Extrem feinfühlig und lieb. Also solange die Menschen den Hund nicht nur als Accessoire sehen und sich ein bisschen informieren, sehe ich da kein Problem. Und das sollte man immer tun, egal ob Auslandshund, Tierheimshund oder Welpe.

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      • Sissy Leonie Kreid

        Hallo Natalia,
        erstmal freue ich mich zu lesen, dass ein Hund bei Ihnen ein verständnisvolles und liebevolles Heim gefunden hat. Es geht mir mit diesem Artikel in erster Linie darum, Menschen zu helfen, ihre Hunde besser zu verstehen und sich gut darüber zu informieren, was es bedeutet, einen Hund zu adoptieren, der von der Straße oder aus einer Lebenssituation mit sehr wenig Bezug zum Menschen kommt.
        Letztlich gibt es sehr viele Hunde, die sich sehr gut in ihr neues Umfeld integrieren können und schnell sehr glücklich sind. Es gibt aber auch die Fälle, in denen ein Hund eben genau diese Anpassung schwierig findet (Beispiel: Weil er gelernt hat selbstständig zu jagen, sich zu vermehren und um sich selbst zu kümmern) oder sogar die Vermittlung sehr ungünstig gelaufen ist (Beispiel: Der Hund hat fünf Jahre in Italien auf dem Land in einem großen Rudel in einem Tierheim mit wenig menschlicher Zuwendung verbracht und wird nach Deutschland in eine Familie mit zwei Kindern in einer Dreizimmerwohnung in einer belebten Innenstadt vermittelt.).

        Ich persönlich möchte keine Wertung abgeben, ob es generell richtig oder falsch ist, einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren und denke, es sollte immer im Einzelfall darüber entschieden und abgewogen werden, ob ein Hund in einem Zuhause in Deutschland glücklich wird/werden kann.

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    • Brigitte Seidel

      Hallo, ich finde den Bericht sehr gut und werde ihn in meiner Gruppe mal als Denkanstoß einbringen. Ich lebe in Ungarn und bin empört wie oft hier Hunde von Organisationen hin und her gezogen werden und mein Angebot sie erst zu vermitteln, wenn eine Grunderziehung erfolgte, der Hund von seinen bisherigen Erfahrungen sich erholt hat. Leider ist man da anderer Meinung und muss oft den Hund so schnell es geht in wahre Münze eintauschen. Oft landen sie dann allerdings in weitere Vermittlung oder im Tierheim. Das ist in meinen Augen nicht Sinn und Zweck einer gemeinnützigen Organisation, die doch eh rein rechtlich kein Gewinn machen darf. Selbst die Übernahme ins eigene Rudel wurde verwehrt, weil man mit dem Hund Kosten wieder reinbringen muss. Wobei alle Kosten erst mal von mir selber erbracht wurden. Leider gibt es zu viele Organisationen aus dem Ausland und es wäre wünschenswert, immerhin sind viele nach Ungarn ausgewandert, wenn man sich im Land selber um solche Notfellchen kümmern würde. Die von mir aufgenommenen Notfellchen von der Straße sind allerdings dann auch bei mir geblieben, denn viele Endeplätze sind für solche Hunde einfach ungeeignet. Ich lebe im Raum Zalaegerszeg und wenn es dort Menschen gibt, die das lesen und interessiert sind im Land selber was zu tun, ich bin gerne Ansprechpartner. Zudem auch kein Fremdling was Tierpsychologie und Ausbildung betrifft, allerdings, wie meine Mail aussagt „Ohne Gewalt“. Gruß aus Ungarn.

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      • Sissy Leonie Kreid

        Hallo Brigitte,
        vielen Dank für Ihren Kommentar! Großartig, dass Sie in Ungarn vor Ort im Tierschutz tätig sind und dort einigen Hunden ein Zuhause gegeben haben.

        Ich denke, man sollte die Handlungen unterschiedlicher Vereine differenziert betrachten. In manchen Ländern wird es beispielsweise im Winter bitterkalt. Die meisten Tierheime haben dort keine beheizten Zwinger und kurzhaarige, besonders junge oder sehr alte Hunde würden die Kälte möglicherweise nicht überleben. Wenn aus diesem Motiv heraus viele Hunde kurzfristig nach Deutschland geholt werden und deshalb möglichst schnell vermittelt werden sollen, kann man begreifen, dass auch hinter einer großen „Exportaktion“ ein nachvollziehbarer Gedanke steckt. Nichtsdestotrotz ist es deshalb nicht unbedingt vernünftiger, wenn die Tiere dann aufgrund von Zeitnot, nicht gut vermittelt werden können.
        Ich möchte hier keine Wertung vornehmen. Denn ich als Mensch kann verstehen, warum z.B. im Winter Hunde vor dem Erfrieren gerettet werden sollen, indem sie nach Deutschland vermittelt werden. Ich als Hundetrainerin treffe dann manchmal auf Hunde und deren Menschen, die eben gar nicht toll zusammenpassen und große Schwierigkeiten miteinander haben – in jenen Augenblicken tut mir das für den Hund ebenso leid, wie für den Menschen. Jetzt erfriert er zwar nicht, sitzt aber z.B. unter einem Bett gekauert in einer Wohnung in der Innenstadt und traut sich seit Wochen nur heraus, wenn seine Menschen das Haus verlassen.

        Natürlich verstehe ich auch Ihre Aussage anhand Ihrer Erfahrungen, der Tierschutz sollte nicht als Gewinngeschäft funktionieren und schon gar nicht als solches genutzt werden. Das ist unfair gegenüber den Hunden und deren gutgläubigen zukünftige Besitzer.

        Vor Ort Tierschutz und Prävention, z.B. durch Bildung der Kinder in der Schule, sind gewiss die besten Maßnahmen um nachhaltig das Leid der („Straßen“)Hunde zu lindern.
        Bitte lassen Sie sich nicht unterkriegen und machen Sie weiter mit dem Tierschutz vor Ort! Ihre Arbeit ist wichtig und ich zolle Ihnen meinen Respekt!

        Herzliche Grüße und alles Gute für Sie,
        Sissy von Akademie Hund

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      • Martina

        Auch wenn der Artikel ja schon einige Zeit auf dem Buckel hat, möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben.
        Wir haben aktuell 2 Ungarn. Der eine wahrscheinlich ein „Gartenhund“, der andere hat zumindest eine Zeitlang auf der Strasse gelebt. Nummer 1 habe ich nur aufgrund seiner Fotos direkt adoptiert. Als ich ihn aus dem Transporter in Empfang nahm, hatte ich das Gefühl „Selbstbewusstsein“ pur an der Leine zu haben. Ist auch so. Er ist umweltkompatibel, selbstsicher, hat ein bisschen Grundausbildung genossen, ABER er kannte keine Spaziergänge und wir flogen das 1. Jahr nur an der Leine hinter ihm her. Dieser Hund hat mich oft an meine Grenzen gebracht, auch körperlich. In den Anfängen war er nach 30 Minuten fertig, weil es zu viele Eindrücke gab. Pferde, Fahrradfahrer und alles was sich sonst noch so bewegt, war einfach zu spannend. Zudem ist er gelernter Ausbrecherkönig. Freilauf ist nur in wirklich absolut gut gesicherter, gut einsehbarer Umgebung möglich. Das wird sich auch nicht mehr ändern, was mir für ihn sehr leid tut. Aber nach mittlerweile 5 Jahren sehe ich auch heute noch nicht, dass er sich draussen richtig auf uns konzentrieren kann. Drinnen ist er der gechillteste, liebenswerteste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Solche Hund kann man aber auch in Deutschland finden. Nummer 2 ist aus einer ungarischen Tötung, war aber schon in D, und war auch eine gewisse Zeit sicherlich Strassenhund, was man auch an seinem Speiseplan erkennen konnte. Anfangs wurden die Kaffeetassen gelehrt, indem man auf den Tisch sprang, Brombeere, Walderdbeeren und Co. wurden auf Spaziergängen gerne mitgenommen. Macht er heute auch nicht mehr. Er ist draussen deutlich menschenbezogener, deswegen hat er auch regelmässig Freilauf. Er ist aber der unsicherer Hund, der sich von seinem coolen Kumpel viel abgeschaut hat. Umgekehrt hat aber auch der Grosse von dem Kleinen profitiert.
        Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben es nicht bereut, den Beiden ein neues Zuhause zu geben. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein, wenn man einen 2ndHandHund adoptiert (egal woher er kommt), dass sie 1. länger Zeit brauchen, um sich einzuleben; ich persönlich rechne immer mit ca. 8 – 12 Monaten bis man sich wirklich gut gegenseitig kennengelernt hat; und 2. Hunde sind nicht dankbar. Das ist so ein Menschending! Und ich persönlich suche mir auch keine Hunde aus Mitleid aus. Ich muss das Gefühl haben, dass die Chemie stimmt bzw. stimmen könnte. Und es ist mir auch egal, woher der Hund kommt. Der Vorgänger kam aus einem deutschen TH, dürfte aufgrund seiner Optik aber auch ursprünglich aus dem Ausland gewesen sein. Der war einfach nur froh dem stressigen TH-Alltag entfliehen zu können. Im TH hat er sich nämlich alles andere als positiv präsentiert, schnappte nach dem Pfleger, etc.. Er kam bei uns rein, markierte ein Bodenkissen, legte sich hin, schnaufte einmal durch und war so gut wie angekommen. Dieser Hund war einfach nur Zucker.

        Antworten
    • Heike Lattemann

      Die Hunde werden gerettet, weil sie in vielen Ländern einfach getötet werden, sie leben nicht in Freiheit, sie leben in der ständigen Gefahr getötet zu werden, von Menschen oder Artgenossen, sie leben immer in der Gefahr, dass die überfahren werden, gequält werden oder in einer Tötungsstation landen . Jedes Tier hat ein Recht auf ein schönes Leben, denn wir Menschen sind im Prinzip Schuld daran, dass es Straßenhunde gibt , also müssen wir ihnen auch helfen

      Antworten
    • Irene

      Strassenhunde werden ja in Rumänien leider nicht in der Freiheit gelassen, sondern eingefangen und in diese grausamen Shelter gepfercht.

      Antworten
    • Lydia Lutz

      Ich kann Angelica nur zustimmen. Ich habe mich auch schon gefragt inwieweit wir einem Tier etwas Gutes tun wenn wir es seiner Freiheit und Eigenständigkeit berauben.
      Allerdings muss ich gestehen, dass ich vor ca. 1 Jahr einen ehemaligen Strassenhund als “Pflegehund“ aufgenommen habe. Natürlich ist er geblieben.
      Ich habe viele Trainingsstunden investiert und habe feststellen müssen, dass mich dieser Hund sehr mag aber er braucht mich nicht. Dies merke ich in jeder Situation. Er ist es gewohnt allein klar zu kommen und tut sich hier sehr schwer.
      In dem Artikel habe ich ihn total wieder erkannt. Agressiv an der Leine, misstrauisch. Kein Wunder, anders hat es doch super funktioniert!
      Es ist sehr schwer einen Trainer zu finden der sich auf diesem Gebiet auskennt, leider.

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    • Udo Schmidt

      Und wen man kein Hund aus dem Tierheim bekommt weil man mit 60 zu Alt ist so sind nämlich die Tierheimen in Deutschland wir haben nämlich über 6 Monate versucht sogar Tierschutz Organisationen geben eim keinen Hund bis auf einen diese möchte hier nicht nennen.

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    • Stefanos

      Vielen Dank für diesen Super Artikel!…Wir nehmen gerade selber 2 Hunde aus Samos auf(Mutter u Sohn)..wir sind uns zu 100% bewusst über mögliche Schwierigkeiten, dennoch hat uns dieser Artikel es uns nochmal bewusster gemacht!…Wir freuen uns sehr auf unsere neuen Freunde zuhause!…viele grüße aus Samos

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    • Gabriela Brockerhoff

      Hallo sissy,
      Danke für den hilfreichen artikel.
      Ich bin tierschützerin und eit jahrzehnten erfahren mit hunden aus dem südspanischen und afrikanischen ausland.
      Da ich dort lebte und vor ort aktiv im tierschutz war, konnte ich die hunde meines herzens lange zeit kennenlernen und wir wuchsen zusammen , bis sie in meinem deutschen zuhause landeten .
      Nun ist lange zeit vergangen, nachddm meine letzte hündin ûber die brücke ging und ich habe mich entschieden, 2 hündinnen aus rumänischen unterschiedlichen sheltern zu mir zu holen ,-beide gemeinsam in einem transport einer verlässlichen kleinendeutschen vermittlungsorganisation .
      In 2 wochen soll es soweit sein .
      Ich bin unruhig, da es 2 weibchen aus unterschiedlichen sheltern sind, in welchen sie seit fast 2 jahren leben.
      Sie gelten als sehr sozial und freundlich mit allem und jedem .
      Bisher kenne ich videos und photos, wo es auch wirklich so aussah.
      Ddnnoch bin ich unruhig, ob es für alle beteidigten eher positiv oder negativ ist .
      Mich bewegte es zu beiden gleichzeitig, da sie mit vielen artgenossen sowieso leben jetzt und ich damit etwas von ihrer welt erhalte,-abgesehen dsvon, dass ich sowieso 2 hunde möchte.
      Ich weiss, es wird zeitlich eng , aber ich möchte tun, was ich kann , um den guten weg für uns alle einzuschlagen .
      Ein rat oder einfach kommentare von erfahrenen menschen mit diesem thema freuen mich sehr.
      Glg gabriela b.

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    • Christine Broweleit

      Wir haben einen vom Züchter der jetzt 6 Jahre alt ist und seit Anfang des Jahres einen kleinen ungarischen Senf Hund aus dem Tierschutz . Man sieht den Unterschied , unser großer ist offen, freundlich und unkompliziert . Unser kleiner das ganze Gegenteil, ängstlich , zurückhaltend und manchmal anstrengend . Aber abgegeben würden wir beide nicht mehr . Wir haben uns für den einen genauso entschieden wie für den anderen . Wir arbeiten mit beiden Hunden und hoffen das der kleine seine scheu ablegt , er wird nie so werden sie der große aber wir arbeiten an kompatibel .

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    • Puma

      Wieso rettet man einen Strassenhund, der täglich um Futter kämpfen muss und halb tot im Strassengraben liegt, um ihm dann täglich Dosenfutter und ein warmes Plätzchen aufzu drängen. Ich verstehs auch nicht Leute

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    • Johanna Mau-Diaz

      Habe gerade zwei Hunde, drei Jahre alt, aus Rumänien in Pflege bekommen. Ich hatte schon neun Pflegehunde, alle sind in gute Hände gekommen und haben es gut.
      Dieses Mal ist es speziell.
      Sie sind extrem ängstlich und deswegen habe ich Sicherheitsgeschirr gekauft und Halsbänder auch, um sie doppelt abzusichern. Am Treffpunkt habe ich das Geschirr gezeigt und gebeten, es anzulegen. Es wurde nicht gemacht. Die Hündin wurde direkt von Tür zu Tür geschoben in die Box und der Rüde auch ohne Leine einfach hinten rein und Klappe zu.
      Jetzt habe ich grösste Probleme. Alles was sie umhaben, sind einfache Halsbänder, bei ihm konnte ich eine Leine einhacken, sie lässt es nicht zu. An Geschirr garnicht zu denken. Also können wir nicht einmal in den Garten.
      ICH FINDE, SOOOO DÜRFEN DIE HUNDE NICHT ÜBERGEBEN WERDEN.

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    • Mel

      In Rumänien, Ungarn etc. gibt es fast keine Straßenhunde mehr! Die werden von Fängern gegen 250€ pro Hund (EU) eingefangen (und alles was ihnen zwischen die Finger kommt) und in Sheltern geschmissen- wird ein Hund innerhalb von 14 Tagen GERETTET wird er nicht auf grausame Art getötet- Und DAS ist die Rettung die der Auslandstierschutz betreibt!
      Nicht einen Hund aus der Umgebung reissen weil einem gerade danach ist.
      Wenn man diese Zustände in den Sheltern 1x gesehen hat weiß man warum man es macht und sich die viele Arbeit antut.
      Denn wenn jeder so ignorant wegschaut wird sich nie etwas an der Einstellung und am Umgang mit Hunden in diesen Ländern was ändern… Und warten bis ein Rumäne seine Hündin inkl Welpen wieder aufnimmt wenn er eh schon zu wenig Geld zum Essen hat ist wohl sehr naiv!
      Der Mensch hat das Leid verursacht und eine Hand voll probiert es immer aufzuwischen!
      Lg

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    • Ina

      Wenn es nicht die Massentötung gäbe und die Tiere wirklich da sein dürfen, wo sie sind, wäre das natürlich klasse. Aber wir Menschen machen die Erde nicht zu einem Paradies. Weder für andere Menschen noch für alle anderen Lebewesen!

      Antworten
    • Andrea Scartezzini

      Möchtest du erschlagen vergast erwürgt oder mit frostschutzmittel zu Tode gespritzt werden unseren hunden hier geht es in den tierheimen gut im Vergleich zu diesen Ländern. Da wurden hunde sogar vergewaltigt Schau dir sowas an und sag den hunden geht’s gut ….in diesen Ländern werden sie auch vergiftet qualvoll der todeskampf trächtige hündinen werden erschlagen…Welpen werden zu todegetreten …aber ne diesen hunden gehts dsbei gut …..ich hab ein mädel aus der tötung aus Rumänien. Sie wurde mit 6 monaten aus dem fahrenden auto geworfen …ach was den hunden gehts gut ..haha….

      Antworten
    • Toussaint

      Nachdem ich den informativen Beitrag von Frau Kreid und all die vielen Berichte gelesen habe, fühle ich mich gewappnet für die Ankunft meiner kleinen Rumänin am 6. Juni. Ich weiß über sie fast nichts, habe nur auf Tierheimhelden.de 4 Fotos von ihr gesehen. Die Tipps von Frau Kreid und Eure ehrlichen Berichte sind wertvoll, da ich nun weiß, wie ich meinen bislang noch unbekannten Liebling anfassen soll. Ich denke, ich bin eine erfahrene Hundeflüsterin. Aber eine Sozialisierung als Straßenhund scheint tatsächlich einen Kulturschock im „goldenen Westen“ zu bewirken, dem man mit Fingerspitzengefühl begegnen muss. Eure Beiträge haben mich gut darauf vorbereitet — vielen Dank! Ich hoffe sehr, dass ich meiner Rumänin (1 Jahr alt) Glück bringe, und umgekehrt…

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    • Anneli bittrich

      Ich nehme eine 9 jährige huendin weil sie sonst getötet wird
      Man hat sie in Ungarn in eine toetung gebracht
      So hart dass sie das Bewusstsein verlor
      Nichts in der Welt wuerde mich davon abbringen es nicht zu tun
      Garnichts
      Von wegen in Freiheit dort leben lassen
      Was ist das fuer ein e Freiheit???

      Antworten
      • Melanie Fischer

        Ich habe mit Interesse das für und wieder in diesem Blog verfolgt. Wir haben uns auch für eine Hündin aus Rumänien entschieden, sie kommt auch aus der Tötung. Da ich vor Jahren schon aktiv Auslandstierschutz betrieben habe, ist mir das ganze Thema und auch diese Diskussionen nicht neu. Alle Menschen, die sich zur Aufnahme eines Straßenhundes entscheiden, sollten sich definitiv, darüber Gedanken machen, dass sie ein komplett selbständiges Lebewesen bei sich aufgenommen haben, welches es gewohnt war, eigene Entscheidungen zu treffen und mit Artgenossen zusammen gelebt hat, die eine andere Sprache sprechen, als die oftmals dressierten Hunde, aus Deutschland. Das tolle, freie Leben, auf den Straßen Rumäniens, bringt dir Hunde nur leider nicht sehr weit, wenn tägliche Säuberungen stattfinden und die Endstation dann zwangsläufig Tötung heißt. Bitte ihr Lieben, lasst euch nicht beirren in dem was ihr tut, aber macht euch bitte Gedanken, wie ihr es eurem neuen Rudelmitglied etwas erleichtern könnt, in dieser neuen fremden Welt besser klar zu kommen und sich auch verstanden zu fühlen. Ich würde hier gerne noch einen Buchtip zurück lassen, nämlich von Mike Maja Nowak, Wanja und die wilden Hunde. Ich liebe ihre Bücher und vielleicht versteht auch ihr dann einfach eure geliebten Fellnasen ein bisschen besser.

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    • Martina

      Gibt es tatsächlich so viele echte Strassenhunde, wie sie H. Bloch beschreibt? Die meisten sog. Strassenhund werden doch dort nur günstig entsorgt und sind für ein Leben auf der Strasse gar nicht gewappnet.

      Ein Bekannter, der vor 2 Jahren in Griechenland gearbeitet hat, wurde von einer alten Frau angesprochen, ob er nicht den hübschesten Welpen von ihr mitnehmen wollte. Er ist erst einmal weiter gefahren, hat dann aber umgedreht und hat die restlichen 4 Welpen eingepackt. Die Hübscheste war schon weg. Diese alte Frau konnte sich vermutlich weder die Kastration ihrer Hündin noch das Futter für die 5 Welpen leisten. Aber sie hat die Welpen nicht ersäuft oder erschlagen, sondern sie in einer Futtertüte am Strassenrand platziert, in der Hoffnung, dass sie jemand findet und mitnimmt. Hat ja auch funktioniert. Die 4 sind alle erfolgreich vermittelt worden. Das war in einer Gegend in Griechenland, in der keine TSch-Orgas unterwegs sind, weil es kein touristisches Gebiet ist, es keine Tierheime gibt, sondern alles auf rein privatem, griechischem Engagement basiert.
      Deswegen befürworte ich Hilfe vor Ort für Mensch und Tier, was auch die Anzahl der Strassenhundedeutluch verringern dürfte.

      Antworten
    • Michaela

      Wozu,
      ihnen helfen? Weil es einigen von ihnen damit doch besser geht! Wir haben einen ehemaligen Straßenhund, 3 Jahre, er war erst 1 Jahr im Tierheim Bulgarien, dann war er drei Monate in Pflege, dann kam er zu uns. Er hat mir von Anfang an total vertraut, ich weiß nicht (!) warum. Meinem Mann, 12 jähriger Tochter und unserem Bolonka Svetna, vertraute er erst nach weit über 2 Monaten.
      Aber nun sind die beiden Hunde ein super Team. Sie halten zusammen, spielen miteinander. Fremden gegenüber ist er sehr mißtrauisch. Er knurrt.
      Wir leben sehr ländlich.
      Und draußen sein mag er überhaupt nicht!! Wahrscheinlich ist er genug Kilometer auf seinen winzigen Pfötchen gelaufen. Er mag nur kurze Strecken gehen, dann streikt er und setzt sich hin. Läuft aber sehr schnell nach Hause!
      Regen mag er überhaupt nicht, als die “Freiheit” ist nicht für alle Straßenhunde!!
      Sein Lieblingsort sind Küche und Eßzimmer. Dort ist er glücklich, auch freut er sich über 2 volle Futternäpfe am Tag. Er ist ein extrem zärtlicher Hund, der gerne schmust. Im Garten ist er stets an meiner Seite.

      Ich war selbst anfangs nicht überzeugt, 350 Euro für einen ehemaligen Straßenhund zu zahlen, welcher sehr schwierig sein sollte. Meine Tochter bedrängte mich.
      Aber ich bin froh, daß wir ihn genommen haben.

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    • Rudiculous2020

      Einem Streuner ein Zuhause zu geben ist sicherlich eine gute Sache. Da aber kein Hund wie der andere ist, braucht es Geduld, Liebe, gesunden Hunde- sowie Menschenverstand.

      Ich stelle mir vor, daß der Hund sich einbildet, er sei von Aliens entführt. Mühsam lernt er, was diese von ihm wollen: nicht in die Wohnung kacken (easy), an der Straßenecke warten (mmh…!)

      Es macht mich traurig (manchmal auch wütend), daß viele Dosenöffner*Innen nicht bereit sind, sich mit der „Hundesprache“ zu beschäftigen und ihren angeleinten Hund wegzerren, wenn er einen anderen Hund oder eine Hündin standesgemäß begrüßen will.

      Diese 3 Minuten sind bereits 3 Minuten zuviel, im Leben eines Dosenöffners, der sich einen Hund zugelegt hat, und man fragt sich: warum hat er, warum hat sie das getan?

      Schon von Weitem blickt man in angstgeweitete Dosenöffner*Innen-Augen.
      Die Leine wird straff gezogen. Mensch und Hund bereiten ungewollt eine unangenehme Begegnung vor. WTF.

      Wir empfehlen die Lektüre „Das andere Ende der Leine“ von Patrica B. Mc Connell.

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  2. Werner

    Mein letzter Hund war auch ein Tierheimhund aus Kroatien. Diese Sichtweise von Sissy hätte uns damals vieles leichter, verständlicher gemacht….

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  3. Kubicki

    Hallo
    Ich habe einen Hund Bernersehn Dalmatiener Mix. Der von Anfang an ausser zerren an der Leine und was ich Bus heute nur halbwegs gut kontrollieren kann (er ist erst ein halbes Jahr hier) und das sogenannte durchdrehen wenn er andere Hunde sieht. Keinerlei Probleme hier hätte auch nicht das ich im Rollstuhl sitze. Heute ist das Treffen auf andere Hunde eigentlich mal so mal so, das es nicht ganz einfach wird und auch Zeit dauern wird und auch Vllt Dinge gibt die egal wieviel Training nie ablegen wird wir mir völlig klar. Wir hatten von Anfang an keinerlei Probleme ob sozial zu mir oder anderen Menschen oder Verkehr jeglicher Art. Er fährt auch von Anfang an super gerne Bus und ist auch schon mal beleidigt wenn ein Bus hält und ich nicht mit ihm einsteige. Ausserdem möchte ich noch erwähnen das er nicht ein strassenhund ist sondern vor der Einrichtung ausgesetzt wurde. Er wahr völlig unter ernährt und da übertreibe ich nicht man konnte wirklich jeden Knochen sehen sogar die komplette Wirbelsäule. Er war immer sehr zutraulich zu Menschen jeder Art und ist hier auch der absolute Liebling von Menschen jeden Alters. Unser einziges Problem was wie gesagt mal besser und mal naja halbwegs katastrophal läuft ist dir begnung mit Artgenossen wobei er auch Freunde hat nicht viele aber wenigstens ein paar. Auch das ich im Rollstuhl sitze ist kein Problem egal wie sehr er zieht oder rumpflippt wobei es wenn auch sehr schleppend vortschritte gibt. Was ich Agentur damit auch möchte ist das nur weil man im Rollstuhl sitzt und der Hund extrem Kraft hat, ist es kein Hindernis ich habe das sagen was er auch völlig annimmt und bin auch stärker als er. Ausserdem habe ich Ausrüstung mäßig siehe Leine Geschirr lerngeschier und jeglicher gefahren gut vor geplant und alles gut vorbereitet was Sicherheitsmaßnahmen betrifft. Wie wir wissen wahr er wohl ein Hof bzw ketten Hund und wohl aus der Sicht der Besitzer zu nett und damit nicht dad richtige für Sie warum sie ihn fast verhungerten ließen ist uns ein Rätsel und er würde auch wohl stark misshandelt. Aber er ist von Anfang an ein schoss Hund und ist es heute noch. Nur noch mehr Geduld was das zusammentreffen von Artgenossen geregelt bekommen und es ist ein Traum Hund, wobei er es für mich schon einer ist. Ich möchte jeden entpfelen keine ängstliche eindrücke den Hund zu zeigen oder merken zu lassen den sie merken es! Je mehr es mitbekommt um so schlimmer wird das bestehende Problem. Ausserdem weiß man ja meist im Vorfeld aus welchen Land der Hund kommt und man sollte zumindest die wichtigsten oder zumindest etwas von der Sprache können oder lernen. Damit ist das Vertrauen schneller da, da es nicht dann ganz so ein grosser kulturschok ist. Da kann ich aber nur aus meiner Erfahrung sprechen und man sollte zwar viel Geduld und liebe mitbringen und sich auch völlig im klaren sein das einige Sachen seine Zeit brauchen. Also ein verhätscheln des Hundes ist auch kontraproduktiv man sollte schon zeigen das man das mehr oder minder das sagen hat beziehungsweise der rudell Führer ist auch wenn man immer wieder zu hören bekommt das dies nicht mehr zeitgemäß ist! Es handelt sich hier aber auch nicht um alltägliche Hunde, grundsätzlich sollte man je nach Hund und Vorgeschichte ein Mittelmaß finden, dann wird es leichter so wie gesagt meine Erfahrungen. Ich habe vor meinen Unfall wodurch ich im Rollstuhl sitze, als Sanitäterin und in der Rettungshundestaffel als Hunde führerin und trainingsopfer 22 Jahre gearbeitet und muss trotzdem zugeben als ich mich dafür entschied und auch mich gut vorbereitet hatte, nicht mit teilweise mir völlig unbekannten Schwierigkeiten zu kommen aber trotz meines körperlichen Zustandes und auch gesundheitlicher Probleme habe ich es fast geschafft ein fast völlig normales Mitglied unserer Gesellschaft und meiner kleinen Familie zu machen und das letzte bin ich mir sicher, vor allem da wir schon Fortschritte gemacht haben auch bald Geschichte sind. Trotzdem gebe ich recht das sich jeder gute Gedanken darüber machen sollte ob er dafür geschaffen ist oder nicht doch lieber einen Hund sich hier aus dem tierheim holt. Ich bin auch gerne Ansprechpartner für viele Fragen da ich zur Zeit Tier Psychologie studiere, bei TASSO e.V ehrenamtlich genau für solche und ähnliche Dinge beratend zur Seite stehen und bin auch weiterhin bei meinem Tierschutzverein ehrenamtlich tätig. Ich bin noch nicht eine Expertin und trotz Studium weiß ich auch nicht ob ich es je sein werde. Kann halt nur Rat geben was nicht immer richtig sein muss weil auch Hunde bzw Tiere individuelle Lebewesen sind und man nicht jedes Tier über einen Kamm scheren kann ob aus dem Ausland, Tierheim oder vom Züchter. Jeder Hund ist einzigartig um so wichtiger ist das man so viel über bestimmtes Verhalten des Tieres weiß. Aber wie schon erwähnt bin ich noch im Studium und möchte auch nicht jemals mit einen Hundeprofie oder flüsterin gleichgesetzt werde! Auch ich bin ein normaler Mensch mit einen Hund halt aus dem Ausland und mache auch Fehler trotz Studium und das wird sich auch nicht nach Beendigung des Studiums komplett ändern ich werde lediglich mich etwas mehr mit der Psyche des Hundes auskennen und ob sie wirklich vom Hund komplett kommen oder ob der/die Besitzer Fehler gemacht habe und da setze ich dann an und versuche sogut wie es mir möglich sein wird zu helfen! Aber ich bin weiterhin ein Mensch kein Gott der wunderverbringt!!!
    Ich habe hier auch nur meine Erfahrungen mitteilen und das selbst an sich liegt wie man sich entscheidet und auf was man sich einlässt.
    So genug geschrieben ich hoffe einigermaßen trotz viel Text helfen zu können und das nicht jeder meiner Meinung sein wird ist klar. Da viele Meinungen auseinander gehen. Nun genug, glg eure melli k.

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    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Melli,
      toll, dass du dich so für Hunde einsetzt. Wenn man das Verhalten der Tiere verstehen lernt, dann ist es auch viel einfacher auf sie einzugehen und mögliche gemeinsame Probleme zu lösen. Respekt, dass du mit Rollstuhl einen großen Hund führen kannst und mit ihm gemeinsam zu einem guten Team wirst. Du gibst nicht auf, bist konsequent und verständnisvoll – damit hast du schon die halbe Miete in der Tasche!

      Alles Gute weiterhin!

      Antworten
      • Barbara Cöster

        Ich habe einen Hund aus Spanien. Der Tierschutzverein dort hat mehrere Wochen gebraucht um ihn einzufangen. Dann kam er nach Deutschland in ein Tierheim.Aus der ersten Vermittlung kam er zurück, weil er die Besitzer nicht freundlich begrüßte und so zurückhaltend war.Aus der zweiten Vermittlung kam er zurück, weil er nicht Auto fahren wollte und aus der dritten Vermittlung kam er zurück, weil er einmal den erwachsenen Sohn der Besitzerin angeknurrt hat. Jetzt lebt er schon 1,5 Jahre bei uns. Als ich ihn geholt habe, war er zurückhaltend, wollte nicht ins Auto steigen aber geknurrt hat er nie.Ich hatte das Gefühl, dass er sich noch nicht mal gefreut hat mich kennen gelernt zu haben. Nach 1,5 Jahren kann ich sagen er ist mein Traumhund. Er ist total verschmust und anhänglich, fährt total gerne Auto. Was ich damit sagen will ist, dass Auslandshunde Zeit und Geduld brauchen.

        Antworten
      • Tirschler,Angela

        Hallo,wir haben seit einem Monat eine rumänische Hündin,ca.3Jahre alt.Soweit klappt es schon alles recht gut,sie bewegt sich allerdings tags,wie auch nachts nicht wirklich aus ihrem Korb.Man hat so den Eindruck,sie hat an nichts Freude bzw.ist neugierig.Was kann ich tuen?liebe Grüsse Angela

        Antworten
        • Sonny

          Hallo Angela,
          ich habe auch eine rumänische Hündin, die anfangs an nichts Interesse zeigte, sich zu Hause nicht bewegte und auch keine freudigen Reaktionen mir gegenüber zeigte. Über zwei Monate lang. Aber ich gab nicht auf, ich war überzeugt, das würde noch werden. Ich schaffte es mit einem ritualisierten Tagesablauf, um ihr Sicherheit zu geben. Vertrauen aufbauen ist wichtig, das dauert bei manchen Hunden einfach länger. Dann versuchte ich es mit Suchspielen, beziehungsweise war die Suche für sie anfangs so leicht, dass sie es einfach finden musste :), also das Leckerli etwa einen halben Meter vor ihr nicht versteckt oder nur halb versteckt hinlegen. Sie nahm es zuerst nur, wenn ich den Raum verließ. Aber das Ziel ist zunächst Aktivität. Immer freundlich loben, wenn sie was gemacht hat. Langsam ausbauen. Freude zeigen über Aktivitäten! Vielleicht interessiert sie ja auch etwas anderes, das muss man herausfinden. Jedenfalls ganz leichte Aufgaben stellen, die sie lösen kann. Ich habe sie nun ein knappes Jahr, sie hat viel Vertrauen, ist anhänglich, viel aktiver, geht mit mir wedelnd gemeinsam auf die Suche und spielt manchmal wie ein Welpe, obwohl sie fast vier Jahre alt ist.

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  4. Sina Schlitter

    Wir haben seit 3 Wochen einen ehemaligen polnischen Straßenhund. Der Vorbesitzer hat sie von einer Organisation und ist schwer erkrankt. Wir haben sie jetzt wie gesagt etwas über 3Wochen, sie ist lieb, hört gut. Nur ein Problem haben wir das sie kaum was isst. Waren schon beim Tierarzt zweimal. Zähne okay, Herz okay, alles okay. Nur hat sie abgenommen. Haben alles probiert nur sie isst nix bis kaum was. Ist eine Schäferhundmischlingsdame, ca 7 Jahre alt.
    Kann uns jemand helfen?

    Antworten
    • Werner

      Hallo Sina,
      die erste Frage wäre: Was hat der Hund bisher gefressen – was nicht? Gerade Straßenhunde reagieren oft sehr skeptisch auf normales Hundefutter – einfach weil sie es nicht kennen / gewohnt sind. Schon mal probiert, eurem Hund etwas vom Mittagessen abzugeben? Klappt manchmal. Dann kann es natürlich einfach sein, dass euer Hund trauert – und deswegen auch keinen Hunger hat. Hitze kann ein Thema sein – unsere zum Beispiel fressen schon allein wenns draußen warm wird weniger. Das Problem ist – es kann so viele Gründe geben..

      Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Liebe Sina, solche und andere Probleme haben viele Hunde aus dem Ausland. Wie man euch helfen kann, lässt sich nur in einem persönlichen Einzelgespräch herausfinden. Denn die Hintergründe sind immer individuell zu betrachten und dementsprechend sind die Lösungen in der Regel auch immer ganz individuell zu entwickeln.
      Melde dich gern bei mir, wenn ihr einen Termin vereinbaren wollt.

      Antworten
    • Natalia Bihler

      Vielleicht muss sie auch erst mehr Vertrauen zu euch aufbauen. Ist es denn mittlerweile besser? Viel Erfolg 🙂

      Antworten
  5. Christoph Detmer

    Hallo Sissy,
    den Beitrag sollte jeder lesen der beabsichtigt einen Hund aus dem Auslandstierschutz zu adoptieren. Nicht um von den eventuellen Problemen abgeschreckt zu werden sondern um ein wenig mehr zu verstehen. Wir haben 2013 einen Hund aus Spanien adoptiert, er hatte die ersten 10 Monate seines Lebens mit ca. 25 anderen Hunden auf einem fluchtsicher abgeschlossenen Areal überlebt. Ausreichende Verpflegung mit Futter und Wasser, Fehlanzeige, wer überleben wollte musste jagen und bereit sein um jeden Bissen zu kämpfen. Ausgeglichen (Sarkasmus) wurde das durch Misshandlungen. Ein Muttertier wurde mit einer schweren Verletzung am Vorderlauf gefunden, es hatte sich dann herausgestellt, dass einer der dortigen Arbeiter auf die Hündin geschossen hatte um zu verhindern, dass sie ein weiteres Mal trächtig wird. Unser Telmo war ein Angsthund und mit Unterstützung von zwei Hundetrainerinnen (u. a. einem Rütters DOGS-Coach :)) haben wir 8 Monate Training benötig bis er beim Anblick der Leine keine Panik mehr bekommen hatte und der erste „normale“ Spaziergang möglich war. Letztes Jahr mussten wir dann eine Femurkopfresektion bei ihm machen lassen. Laut Tierklinik muss Telmo schon als Welpe einen heftigen Schlag oder Tritt gegen die Hüfte bekommen haben mit dem Erfolg, dass der verletzte Femurkopf die Hüftpfanne „ausgehobelt“ (Zitat Tierklinik) hatte. Der Tierarzt hatte uns das Röntgenbild gezeigt und gemeint, mit Telmo hätten wir einen sehr harten Hund, ein Mensch hätte sich mit der Verletzung nur unter Morphium und mit Hilfe von Krücken bewegt aber da Telmo nichts anderes kennen würde, würde er keinen Schmerz zeigen. In dem Moment waren wir schockiert und gleichzeitig doppelt froh das wir ihn adoptiert hatten. Wer weiß, wie lange er auf dem abgeschlossenen Areal überlebt hätte, wer weiß, wie lange es gedauert hätte bis bei der spanischen Tierschutzorganisation seine Verletzung bemerkt und behandelt worden wäre. Heute ist er ein lebensfroher Hund, wir können ihn problemlos auch ohne Leine laufen lassen, er orientiert sich sehr stark an uns und statt Dominanz und Kadavergehorsam stehen Bindung und das Vermitteln von Sicherheit im Focus. Wir haben bei Telmo schon oft Instinkte und Reaktionen beobachtet bei denen wir uns fragen, sind Hunde die längere Zeit auf sich selbst angewiesen waren um zu überleben, nicht natürlicher in ihrem Verhalten haben sie nicht Instinkte die eigentlich natürlicher für einen Hund sind? Zwar sind solche Hunde oft unbequemer, beanspruchen vielleicht mehr Zeit und Aufmerksamkeit und man muss sich mit Sicherheit auch ganz auf sie einlassen aber wir würden uns immer wieder und immer nur für einen Angsthund entscheiden. Gerade durch Telmo haben wir sehr viel über Hunde und die Kommunikation von und mit Hunden gelernt. Noch ein paar grundsätzliche Worte zum Thema Adoption von Hunden aus dem ausländischen Tierschutz. Immer wieder höre und lese ich, man solle die Hunde besser lassen wo sie sind, ein Leben in Freiheit würde ihnen besser gefallen. Ein Leben in Freiheit? Welche Freiheit? Genau wie jedes andere Lebewesen wollen Hunde überleben und wir können uns natürlich einreden, egal wie schwer es ihnen gemacht wird, sie sind glücklich dabei. Natürlich gibt es die Streuner die sich erfolgreich durchschlagen, die nicht an verhinderte Rambos geraten die mit ihren Autos zum Spaß Jagd auf sie machen und die nicht verhungern. Aber es gibt auch die Hunde die einfach über den Zaun eines Tierheims geworfen werden, es gibt die, die nicht in Freiheit leben sondern die, für die Freiheit ausschließlich Flucht und Misshandlung bedeutet und es gibt eben auch die, die in einer Tötungsstation landen. Kastrationsprogramme sind ein absolut notwendiges Element um das Problem Straßenhunde in den Griff zu bekommen aber sie lösen das Problem nicht alleine. Was ist mit dem Nachschub? Kastrationsprogramme dämmen die unkontrollierte Vermehrung ein, aber sie verhindern nicht, dass immer wieder Hunde ausgesetzt werden. Solange bei den Menschen kein Umdenken stattfindet und sie weiter jeden lästig gewordenen Vierbeiner auf die Straße „entsorgen“, solange sie weiter vermeintlich ungeeignete Jagdgehilfen irgendwo aufhängen oder angebunden zurücklassen und solange die Politik dem zusieht, bzw. sich darauf beschränkt ausreichend Tötungsstationen zur Verfügung zu stellen, solange gibt es hoffentlich Menschen die Hunde aus dem Ausland adoptieren. Wäre das nicht der Fall, wären die Heime der örtlichen Tierschützer binnen kurzer Zeit überfüllt, mehr und mehr Hunde würden streunend durch die Orte ziehen, es käme zwangsläufig zu mehr und evtl. auch gefährlichen Konfliktsituationen mit Menschen und schließlich würde nichts anderes übrig bleiben als möglichst viele von ihnen einzufangen und …., na ja, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.  
    Sorry wenn ich so viel geschrieben habe, zur Entschädigung schicke ich dir ein PDF von unserer Reise mit Telmo. Viel Spaß beim Lesen
    Christoph

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Christoph, vielen Dank für euren Einblick in eure Erfahrungen und dein Feedback. Es ist wunderbar zu wissen, dass es Menschen wie euch gibt, die viel Geduld haben. Es ist allemal die Mühe wert, den Hund mit seinen Erfahrungen anzunehmen und ihn verstehen zu lernen.
      Alles Gute weiterhin für euch und Telmo!

      Antworten
    • Antje Neumann

      Hallo auch ich habe einen rumänischen Strassenhund.Er ist schwerst traumatisiert und, fürchte ich nicht auf Menschen geprägt. Seine Geschichte zu erzählen würde zu weit führen aber Fakt ist dass seine ersten Kontakte mit Menschen traumatisch waren.Er hat panische Angst vor Männern und leider auch vor Händen.Will sagen er lässt sich nicht anfassen,geschweige denn ein Geschirr anziehen.Nachdem er zu Beginn regelrecht vor Panik die glatten Wände hoch ist, ist er jetzt bei mir vollkommen entspannt und folgt mir überall hin.Er spielt total albern und fröhlich mit meiner Hündin blödelt gern und ist ein richtiger Kindskopf. Ich darf ihn manchmal an der Schnauze streicheln,aber das war es dann auch.Dennoch macht er jeden Tag Fortschritte. Er hatte von der Tierschutzorganisation ein Sicherheitsgeschirr an,aus dem er sich flott rausgeknuspert hat.Rumänien wäre mit Sicherheit die bessere Wahl für ihn gewesen,wenn die Verhältnisse dort besser wären.Aber diese Option gäb es nicht, er saß mit gebrochenem Bein im Shelter.Also ist er hier und er und ich machen das beste drauss..Und er hat das Schwanzwedeln wieder erlernt.Beim ersten Mal hat er sich dabei total vor sich selbst erschreckt. Ich habe mal gelesen manche rumänischen Hunde leben nur noch weil sie noch nicht gestorben sind.Das war bei Tamani zu Beginn genauso.Hast du einen Tip wir Tamani an das Geschirr gewöhnen bzw ans Anfassen?Vielen Dank im voraus.Antje

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  6. Renate Roedel

    Hallo, ich habe mich entschlossen noch einmal einem Hund aus dem Tierheim ein zu Hause zu geben. Meine letzte Hündin mußte ich leider einschläfern lassen, da sie sehr krank war (war auch aus dem Tierheim).
    Es sind schon tolle Tips dabei, doch mein Problem ist, das diese Hündin kein Halsband und keine Leine kennt. Die Pflegering im Tierheim kommt jetzt wohl schon an sie ran und wenn sie untersucht werden muß, wird sie in den Behandlungsraum getragen. Das ich auch den Hund trage ist nicht das Problem aber dazu müßte ich erst einmal an sie rankommen. Ich bin fremd und somit hält sie immer Abstand zu mir. Ich habe mich aber trotzdem für diese Hündin entschieden. Allerdings verstehe ich nicht, warum im Tierheim – da soll sie schon seit 3 Jahren sein – nicht daran geübt wurde ihr ein Halsband mit Leine anzulegen. Denn dann wäre für mich der Anfang leichter. Vielleicht bekomme ich hier ein paar Ratschläge.
    Danke

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    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Frau Roedel,
      der Umgang mit einem Hund, der für uns alltägliche Dinge nicht kennengelernt hat, ist anfangs immer schwer. Sicherlich werden Sie in der Zukunft gemeinsam noch vor einigen anderen Herausforderungen stehen. (z.B. Angst vor Straßenverkehr oder Geräuschen)

      Erstmal möchte ich hier eine Lanze ganz allgemein für Tierheim-Mitarbeiter brechen. Selbstverständlich wäre sinnvoll gewesen mit der Hündin zu üben. Allerdings, und das kann ich in Ihrem speziellen Fall natürlich nicht beurteilen, haben die Mitarbeiter wirklich immer aller Hände voll zu tun und selten Zeit, um mit besonders schwerwiegenden Fällen zu arbeiten. Sie beschreiben ja, dass die Pflegerin die Hündin schon anfassen darf, während sie zu Ihnen noch nicht genügend Vertrauen dafür hat. Möglicherweise war im Rahmen der Möglichkeiten im Tierheim ein größerer Vertrauensaufbau nicht möglich.

      Jetzt jedoch zu Ihrer Frage: Ist es Ihnen möglich täglich im Tierheim vorbeizuschauen und mit der Hündin erstmal Freundschaft zu schließen? So wäre der Schock für die Hündin nicht so groß und sie könnte in gewohnter Umgebung Vertrauen zu Ihnen fassen. Sie könnten sich zum Beispiel in eine Ecke, weit entfernt von der Hündin in den Auslauf oder Zwinger setzen und Trockenfutter oder Leckerlis werfen, die die Hündin dann essen darf. Das können Sie so viele Tage wiederholen, bis die Hündin mal von ganz allein an Ihnen schnuppern möchte. Auch dann sollten Sie noch einige „Sitzungen“ abwarten, bevor Sie überhaupt versuchen, die Hündin zu berühren. So kann Ihre neue Partnerin selbst bestimmen, wie schnell sie sich an Sie herantraut und lernen, dass Sie für sie da sind und erstmal nichts von ihr verlangen.

      Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, die in diesem Rahmen aber schwer beschrieben werden können. Ich komme gerne mit Ihnen ins Tierheim und unterstütze Sie bei dieser Herausforderung.
      Alles Gute und herzliche Grüße,
      Sissy L. Kreid von Akademie Hund

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  7. Daniela S.

    Hallo Sissy und an die anderen,

    Danke erstmals für die hilfreichen Einträge. Bin nun echt hin- und hergerissen und die Zeit rennt mir davon. Ich versuche es so kurz wie möglich zu machen und hoffe auf Unterstützung damit ich richtig entscheiden kann.

    Wir waren 10 Tage in Kreta und am Strand gab es zwei absolut liebenswerte, zutrauliche und sehr menschenbezogene Streuner. Gesundheitszustand soweit ich das beurteilen kann sehr gut. Wahrscheinlich Mutter mit Sohn oder vielleicht Freund. Die beiden waren immer zusammen und haben immer die Nähe zu Menschen gesucht. Tagsüber lagen sie meist unter den Liegestühlen obwohl sie eine Steinhöhle die viel kühler waren in der Nähe hatten. Viele Kinder sind dauernd bei den Hunden geklebt (auch meine) und haben die Hunde gestreichelt, verhätschelt kurzum sie konnten alles mit ihnen machen ob sie schliefen oder nicht.

    Ich hätte nun die Möglichkeit die beiden hier in at unterzubringen, zumindest auf Pflege. Allerdings in einer Wohnung und eine alte Katze wohnt auch dort. Auf Dauer muss mind einer weitervermittelt werden. Jetzt höre ich auch in meinem Umkreis Stimmen wie „die haben es schöner wo sie jetzt sind und könnten dich bis jetzt auch gut durchschlagen…lieben die Freiheit…“. Bis hin zu (und das vertrete ich auch mehr) „die Hunde lieben nicht ihre Freiheit sondern ihr Herrchen…wollen nichts mehr als Menschenbezug sind abhängig von uns Menschen…haben nach Saison wenn die umsorgenden Touristen weg sind wenig bis kaum Chancen…“ dass die beiden gegenüber Menschen absolut sozialisiert sind weiß ich. Was aber wenn sie Artgenossen angeleint begegnen, getrennt werden müssen. In der Wohnung eingesperrt leben? Soll ich das Risiko eingehen beide raufzuholen in diese Welt oder sie lieber unten lassen?

    Danke für eure Gedanken, Tipps und Anregungen dazu.

    LG
    Daniela

    Antworten
    • Werner

      Hallo Daniela,
      ganz ehrlich? Wenn du schon schreibst, dass die beiden „ein Herz und eine Seele“ waren und sie hier getrennt werden müssten – was für ein Schock wäre das für die Beiden? Angenommen du und dein Herzensmensch – ihr könnt in die Südsee umziehen – müsst aber auf 2 getrennte Insel und könnt euch ab da nicht mehr sehen – oder einfach dort bleiben, wo ihr seid…welche Wahl würdet ihr treffen?
      Um genau zu sein: Wir können glaube ich nicht beurteilen, was die 2 für ein Leben führen – ein gutes oder ein schlechtes – aber sie scheinen doch ein gutes Eck gefunden zu haben. Ich würde sie dort lassen und ihnen mit ein paar dicken Knochen alles Gute wünschen 😉

      Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Daniela,

      ob es genau „DIE richtige“ Entscheidung für Ihre Situation gibt, ist fraglich. Tatsächlich stellen sich für mich gerade eine Vielzahl an Fragen, die ich vorab klären würde, wenn ich in Ihrer Situation wäre.

      Vorneweg stellt sich die Frage, wie die Hunde zuvor gelebt haben?
      Wenn sie schon älter sind als ein Jahr, was lässt dich dann vermuten, dass sie nicht auch dieses Jahr mit wenigen/ohne Touristen durch den Winter kommen?

      Bist du dir absolut sicher, dass die Hunde kein menschliches Zuhause haben? Hundehaltung wird in ländlichen Gegenden Griechenlands oft etwas anders verstanden, als bei uns. Hunde werden dort oft tagsüber einfach hinaus gelassen, haben aber ein festes Zuhause, zu dem sie regelmäßig (nicht unbedingt täglich) heimkehren, um versorgt zu werden. Im Dorf eines Freundes von mir (er kommt aus der Nähe von Thessaloniki), leben die Hunde fast eher wie streunende Katzen. Sie werden sehr wohl geliebt und versorgt – wenn auch vollkommen anders als hier in Deutschland.

      Haben diese beiden Hunde dort auf Kreta schon einige Zeit in einem Haus verbracht und sich darin wohl gefühlt, oder waren sie da schon verstört, verängstigt oder unzufrieden? (es ist sehr riskant zwei völlig frei lebende Streuner dort einzufangen, nach Österreich zu verfrachten und sofort in eine Umwelt und ein Haus zu stecken, was ihnen völlig fremd ist.)

      Wie stark würde sich die Umwelt (städtisch oder ländlich) in Österreich von ihrer jetzigen Umwelt unterscheiden?

      Wenn du die Hunde nach Österreich holen möchtest, müssen vorneweg unbedingt die Einfuhrbestimmungen geklärt werden.
      Einer Sache bin ich mir relativ sicher: Ein längerer Aufenthalt in einem Zwinger am Flughafen oder im Tierheim wegen Tollwutquarantäne wäre gewiss kein guter Start in ein Leben menschlicher Obhut.

      Besteht die Möglichkeit über eine Tierschutzorganisation auf Kreta die Hunde in ihrem natürlichen Umfeld:
      a) …zu kastrieren und frei zu lassen?
      b) …zu kastrieren und an eine einheimische Familie zu vermitteln?

      Tierschutz muss nicht immer zwingend bedeuten, den Hund nach Österreich oder Deutschland zu importieren.

      Abgesehen von den Fragen, die sich mir auftun, erscheint es mir (und das ist nun eine sehr menschlich subjektive Wertung) sehr grausam, die beiden Hunde in eine vollkommen fremde Welt zu exportieren und dort voneinander zu trennen, um ihnen ein aus menschlich-mitteleuropäischer Sicht gutes Leben zu bieten.

      Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für deine Entscheidung. Nach meinem Kenntnisstand über die Situation gibt es hier kein genaues und klares richtig oder falsch.

      Antworten
  8. Iris K.

    Hallo Frau Kreid,
    bin froh, Ihre Seite gefunden zu haben. Ihre Texte sind unglaublich lehrreich, die Probleme sehr differenziert dargestellt. So konnte ich mir schon durch das Lesen einiges vom Verhalten eines meiner Hunde erklären. Habe soeben einen Artikel kommentiert, in dem es um Strassenhunde aus dem Ausland geht, weil ich selbst zwei aus Rumänien aufgenommen habe. Den ersten habe ich seit einem Jahr, ein unglaublich gutmütiger Rüde, ca, 10-Jährig, hat allerdings einen „Hundezwang“, ist total fixiert auf das Spiel mit anderen Hunden, die zweite eine ca. 8-jährige Hündin, seit 10 Monaten hier, und leider mit vielen Ängsten behaftet. Bevor diese Hündin kam, hatte ich mich schon in eine Hündin verliebt, die ich als Zweithund adoptieren wollte, auch damit mein Rüde einen Kumpel hat. Dann wurde mir aber mitgeteilt, dass diese verschwunden sei, als vermisst gelte. Darunter habe ich sehr gelitten, und habe immer wieder nachgefragt, ob sie wieder aufgetaucht sei. Jetzt nach über einem Jahr wurde sie wiedergefunden! Natürlich möchte ich sie zu mir holen, weiss nicht, wie ich sie bei meinen Hunden „einführen“ soll. Ist sie dann für sie der Eindringling ins Territorium, kann das wieder Ängste auslösen? Gibt es einige grundsätzliche Regeln beim ersten Zusammentreffen von schon vorhandenen und neuem Hund?
    Diese Frage beschäftigt mich sehr und die Hundeschulen in meiner Umgebung sind mit Terminen so ausgebucht, dass ich wochenlange Wartezeiten habe, um diese Frage zu klären. Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen und wäre sehr, sehr dankbar. Iris K.

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Frau K.,

      vielen Dank für Ihr Lob. Ich freue mich, wenn die Ratschläge und Erklärungen aus meinen Texten hilfreich sind.

      Ihre Situation scheint im Augenblick etwas verzwickt. Ob die Hunde sich vertragen würden oder nicht, lässt sich vorab nicht einfach so sagen. Schließlich entscheiden auch Hunde nach Sympathie. Zudem kommt in Ihrer aktuellen Situation hinzu, dass Sie bereits ein Pärchen haben.

      Wenn man ein Pärchen (also Rüde und Hündin) hält, kann deren Beziehung eine „eheähnliche“ Struktur haben. Es kann also sein, dass ihre Hündin sehr unzufrieden ist, wenn „ihr“ Rüde mit anderen Hündinnen Kontakt hat. Ebenso kann es umgekehrt sein, dass der Rüde keine anderen Rüden in der Nähe Ihrer Hündin duldet. Das kann zusätzlich nochmal anders aussehen, wenn Sie in fremden/eigenen Terrain oder gar in Ihrer Wohnung sind.

      Eine Zusammenführung sollte auf jeden Fall immer erstmal mit einer Hilfsperson auf neutralem, also für alle Hunde möglichst fremden Terrain stattfinden. Ob die neue Hündin zuerst Rüde oder Hündin kennenlernen sollte, wäre einfacher zu entscheiden, wenn ich beide ihrer Hunde kennen würde. Wahrscheinlich ist es leichter, wenn die Hündinnen sich schon kennen und mögen, bevor der Rüde hinzukommt. So muss Ihre ohnehin ängstliche Hündin keine Angst darum haben, dass ihr der Rüde „ausgespannt“ wird. (Bitte verzeihen Sie den übertrieben menschlichen Vergleich!)

      Ich würde Ihnen raten, ein Netz mit doppeltem Boden zu stricken. Zum Beispiel, indem Sie die Hunde erstmal neutral kennenlernen lassen, und die neue Hündin vorübergehend erstmal bei Freunden/Familie von Ihnen unterkommt. Dann nehmen Sie sie erst mit zu sich nach Hause wenn die Hunde sich auf mehreren Spaziergängen gut verstanden haben und einander schonmal „beschnuppern“ konnten.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Antworten
      • Iris Kiffe

        Vielen Dank für die Antwort… ich weiss, dass die Situation nicht einfach ist, habe immer Hunde gehabt, zuletzt ein Rudel von drei Hunden. Nicht, weil ich dies unbedingt wollte, sondern weil ich eine herumirrende -hochschwangere – Hündin aufgenommen habe. Bevor ich die Besitzerin ausfindig machen konnte, hat sie bei uns 6 Junge geboren in der zweiten Nacht ihrer Anwesenheit bei uns… alle wurden nach drei Wochen abgeholt, aber ich hatte ein schlechtes Gefühl, Besitzerin war in Urlaub geflogen, hatte ihre schwangere Hündin deshalb abgegeben, von dort ist sie dann abgehauen. Also habe ich die Lebenssituation der Besitzerin/Hunde kontrolliert und musste ihr die Welpen wegnehmen, sie hatte sie unter anderem auf die Strasse ausgesperrt, nachts, bei Frost. Sie waren zu dem Zeitpunkt schon krank. bin zum Arzt mit ihnen, habe sie impfen lassen und für drei ein gutes zu Hause gefunden, wo sie ihr ganzes Leben lang bleiben durften. Und mir blieben die anderen drei. Somit hatte ich dieses Rudel, denn keiner wollte diese Hunde und ich konnte keines der Tiere ins Tierheim abgeben. Habe deshalb nur noch Nachtdienst gemacht, die Wohnung gewechselt, mein ganzes Leben verändert.
        Die Welpen waren bei ihrer Besitzerin sehr schlecht gehalten und ernährt worden, der Rüde wurde mit einem Jahr Epileptiker, eine Hündin wurde mit 8 Jahren Diabetikerin, musste 2x tägl. Insulin von mir gespritzt bekommen und die letzte Hündin wurde 16.5 Jahre und starb an den Folgen ihrer Demenz. Das war letztes Jahr. Ich konnte dann nicht mehr ohne Hund leben und kam über viele Umwege zu meinem Rüden aus Rumänien. Er spielt mit allen Hunden, ist überglücklich, wenn er einen auf den Feldern trifft, die Hündin, sehr klein/ ca. 30 cm, spielt nicht… sie sind jetzt 10 Monate zusammen und es hat sich eine Zweckgemeinschaft entwickelt, ich meine, sie mögen sich nicht besonders. Er wäre sicher entzückt über diese neue Hündin. Aber die Kleine? Sie wird sicherlich das Problem werden. Ich weiss, dass diese Geschichte eigentlich nichts zur Klärung des Problems beiträgt, aber Ihnen etwas zu meiner Person vermittelt.
        Damit es nicht ganz so anonym ist. Leider leben wir zu weit weg, in der Nähe von Freiburg. Können Sie mir vielleicht eine/n gute/n Hundeschule/Hundetrainer in diesem Gebiet empfehlen, die/der zumindest ähnlich arbeitet wie Sie?
        Ganz liebe Grüsse Iris

        Antworten
  9. Daniela S.

    Hallo Werner,

    Danke für deinen Kommentar. Ja es ist schwierig zu beurteilen. Momentan fehlt es den beiden an nichts. Was aber wenn das Hotel schließt mit Anfang November, Giftköder ausgelegt werden oder sie schlichtweg kaum essbares mehr finden oder bekommen. Oder vernetzt oder krank werden?

    Ja und ob die beiden ein Pärchen oder Mama und Sohn sind weiß ich auch nicht. Sie lieben sich auf jeden Fall. Und angeblich ist die Hündin trächtig. Hoffe nur dass der Rüde dann nicht ihr Sohn ist.

    Zermartre mir gerade das Hirn. Beide am Freitag herfliegen, Welpen müssten dann via kastration entfernt werden (Beruhigungsmittel auf Flug), die Welpen bekommen lassen (in Kreta quasi Todesurteil), den kleinen raufholen (wäre schrecklich für die hündin).

    Meine Option ist nun sie beide unten lassen, in der kadtrationswoche unterzubringen und hier langfristig einen fixen Platz für beide finden. Wenn der nicht gegeben ist, beide dort in ihrem eckchen in Frieden lassen und das beste hoffen.

    Wobei der Tierschutzverein hier meint dass man sie gut trennen könnte wenn sie einen fixen menschenbezug hätten.

    Gerne höre ich andere Meinungen zu deren Zukunft.

    LG
    Daniela

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  10. Karin

    Hallo ich habe drei hundedamen aus rumainien als pflegestelle und behalte zwei bei mir und die dritte wird vermittelt.Die ältere habe ich jetzt an die Halsband und leine geführt und sie nimmt es an. Nur hat sie angst aus dem Hoftor zugehen wenn ein Auto vorbei fährt. Jetzt meine frage was kann ich am besten machen das sie die angst verliert. die zwei anderen mädels muss ich noch dazu bringen an der leine zugehen . Aber jetzt macht der Verein druck das alles zulangsam geht

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    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Karin,
      einfach in’s Blaue hinein, kann man dazu keine Aussage treffen. Druck ist auf jeden Fall der schlechteste Ratgeber – ganz egal ob es einfach nur zeitlicher Druck ist (den ja dein Verein macht) oder Druck im Allgemeinen. Diese Hunde mussten wahrscheinlich noch nie „nach deutschen Standards“ 😉 an der Leine gehen – sie werden Ihre Zeit brauchen, um das zu lernen. Am besten wäre es, du suchst dir einen entsprechenden Kurs beim Hundetrainer / Hundetrainerin deines Vertrauens. Liebe Grüße, Sissy.

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  11. Silvia

    Ich finde ihren Artikel wirklich hilfreich, denn er hat mir nochmal gezeigt wie sich unsere Hündin die aus Rumänien stammt, am Anfang hier gefühlt hat. Sie ist dort schon als Welpe gefunden und auf eine Pflegestelle gebracht worden von dort kam sie nach Deutschland ebenfalls in Pflege von wo aus wir sie mit ca 6 Monaten zu uns genommen haben.
    Was mich hier aber ärgert, ist das es überall heißt, man solle den deutschen Hunden aus den Tierheimen eine Chance geben. Das haben wir versucht. Wir waren in verschiedenen Tierheimen, aber dort wurden wir innerhalb von höchstens 10 Minuten herumgeführt und bei jedem Hund wurde uns erklärt warum gerade dieser, nicht zu uns passen würde. “ Der mag keine Kinder, das ist kein Anfängerhund, der kann nicht zu der vorhandenen Katze usw.
    Ja, wir sind Hundeanfänger und ja, wir haben zwei Söhne die beide schon über 11 sind un das ein Tier Arbeit bedeutet war uns klar, aber in keinem Tierheim wurden wir danach gefragt, ob wir bereit wären zu lernen und diese Arbeit auf uns zu nehmen. Als Anfänger mit Kindern wurden wir sofort abgelehnt für die dortigen Hunde.
    So entschlossen wir uns zu unserem „Auslandshund“ mit dem wir nun sehr glücklich sind. Die Pflegestelle hier in Deutschland hat uns wirklich sehr gut betreut und ist noch immer noch eine gute Hilfe, wenn wir Fragen haben. Was diese Vereine und die Menschen die dahinterstehen auf die Beine stellen, damit es den Tieren gut geht und sie die Chance auf ein Glückliches Leben haben da kann ich nur den Hut vor ziehen.

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    • Sissy Leonie Kreid

      Liebe Silvia,
      vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar.
      Ich finde hier ganz wichtig zu erwähnen, dass man nicht alle Tierheime über einen Kamm scheren kann. Viele Tierheime, die ich kenne, bemühen sich sehr darum, Mensch und Hund so zusammenzubringen, dass sie auch langfristig glücklich miteinander werden. Da kann es tatsächlich mal vorkommen, dass ein Tierheim gerade keinen passenden Hund für eine Familie hat. Wie es in Ihrem speziellen Fall war, kann ich natürlich nicht beurteilen.

      Meiner Ansicht nach ist es nicht fair zu sagen „jemand soll was-auch-immer“ tun. Insbesondere wenn es um Tierschutz geht. Ich freue mich für jedes Tier aus dem Tierschutz, das ein liebendes und verständnisvolles Heim bekommt, irrelevant woher es kommt. Ob jemand ein Tier aus dem Ausland oder aus einem heimischen Tierheim adoptiert, fällt unter die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen.
      Für Sie war zu jenem Zeitpunkt die Hündin aus Rumänien genau die Richtige und genau das zählt. „Richtig“ ist ein Begriff, den jeder für sich selbst definiert.
      Ich finde es jedenfalls toll, dass Sie einem Hund ein Zuhause gegeben haben und Ihre Söhne so mit einem Hund aufwachsen dürfen!

      Und ich gebe Ihnen ausnahmslos Recht. Vor Menschen, die sich aktiv für den Tierschutz einsetzen, als Pflegestellen dienen und auch nach Adoption noch mit Rat und Tat zur Seite stehen – kann man nur den Hut ziehen!

      Ich wünsche Ihnen, Ihrer Hündin und der ganzen Familie (mit Katze) alles Gute weiterhin!

      Antworten
  12. Martina Riemenschneider

    Hallo, es hat mich gefreut, diese Seite gefunden zu haben. Ich bin nicht der Meinung, dass Straßenhunde sich nicht in eine neue Umgebung einfinden können, doch Sie haben mir einiges an, bis jetzt nicht bedachten Aspekten aufgezeigt. Wir hatten bereits eine Straßenhündin, meine süße Maddy, welche als Welpen, von meiner Tochter im Urlaub gefunden hatte. Die kleine Maus hat sich zu einer tollen Hündin entwickelt. Leider ist sie im Alter von 10,5 Jahren verstorben und sie fehlt mir immer noch. Mittlerweile haben wir zwei Hunde. Einen kleinen vierjährigen Rüden, namens Mio, welcher in seinem vorherigen Zuhause nicht richtig beachtet wurde und eine große Schäferhundmischlingshündin, die Alexa, aus dem Tierheim. Die Hündin stammt laut Chip aus der russischen Förderation und ist eine Angsthündin. Sie wurde nach Deutschland gebracht, lief weg und niemand vermisste sie. Einfach traurig,. Glücklicherweise scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Wäre sie weiter im Tierheim geblieben, hätte sie sicherlich großen Schaden genommen. Sie hatte sich bei jedem Geräusch und bei jedem Windzug in die Ecke verkrochen. Mit unsem Rüden und mir kommt sie prima klar. Leider muss mein Mann an der Beziehung noch arbeiten, aber das werden wir auch noch schaffen.
    Zum Thema Leinenführigkeit: Sie ist eigentlich ein sehr freundlich zu den meisten Hunden gewesen, doch an der Leine ist dies nicht möglich. Sie haben mir hier aufgezeigt, woran es liegen kann. Wir haben uns jetzt professionelle Hilfe gesucht und ich werde die Aspekte, welche Sie hier erwähnt haben auf jedem Fall mit in das Training einbeziehen. Vielen Dank

    Antworten
  13. Martina Riemenschneider

    Ich habe vergessen anzumerken, dass es sich bei Alexa meines Erachtens nicht wirklich um eine Angsthündin, wie vom Tierheim beschrieben, handelt, sondern eher um eine sehr ängstliche Hündin. Ich finde, dies ist ein wichtiger Unterschied.

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Liebe Frau Riemschneider,
      vielen Dank für Ihren Beitrag. Es freut mich zu lesen, dass schon einige Hunde ein gutes Zuhause bei Ihnen finden durften und meine Tipps im aktuellen Fall helfen können Ihr gemeinsames Leben zu verbessern!

      Alles Gute weiterhin für Sie und die Vierbeiner in Ihrem Leben!

      Antworten
  14. Otte Johanna

    Hallo Martina ich habe auch seid ca zwei Wochen eine Hündin aus Rumänien. Sie hat sich schnell an mich gewöhnt , hört sogar sehr gut schon leider , wie bei dir , muss mein Sohn an der Beziehung arbeiten. Sie ist sehr ängstlich und sobald er in Sicht ist läuft sie weg . Seid zwei Tagen brummt sie . Draußen ist sie auch ängstlich aber zugleich sehr interessiert . Mit Abstand betrachtet sie die Hunde die wir beim spazieren treffen. Ich denke dass es noch einige Arbeit vor uns liegt, aber ich denke das lohnt sich. Sie frisst mir aus der Hand aber nur zu Hause draußen geht die nicht dran, da ist die mir den Eindrücken beschäftigt. Einzige was mich bissl beschäftigt ist halt das Brummen gegenüber meinem Sohn ( ist erwachsen kein Kleinkind), und die Ängstlichkeit. Er probiert jeden Tag auf sie zu zugehen aber irgendwie funktioniert es nicht.

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Frau Otte Johanna,
      Ihre Hündin ist gerade zwei Wochen bei Ihnen, das bedeutet, sie steckt noch im Kulturschock. Sie kann sich von Ihnen noch nicht ausreichend beschützt fühlen, da sie Sie ja noch gar nicht richtig kennengelernt hat. Wenn sie bisher keine oder schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat, ist es nur zu verständlich, dass sie Ihren Sohn durch knurren auf Abstand halten möchte.
      Je mehr Ihr Sohn versucht auf sie zu zu gehen, umso eher verunsichert er sie. Versuchen Sie doch lieber ihr die Zeit zu geben, Ihren Sohn durch Beobachtung als ungefährlich einzustufen. Z.B. durch bewusstes Wegdrehen und ignorieren sobald er sie sieht (bzw. sie ihn ansieht). Außerdem kann es hilfreich sein, das Körbchen an einer unstrategischen Stelle, an der er nicht vorbeigehen oder darauf zugehen muss abzustellen, sodass er sie im Alltag nicht bedrängen muss. Wenn sie dann eines Tages Kontakt aufnimmt, kann er Leckerchen für sie werfen, sodass sie sich selbst entscheiden kann, ob sie bereit ist, ihm näher zu kommen.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Kennenlernen und eine lange und wunderbare gemeinsame Zeit!

      Antworten
      • Johanna Otte

        Danke für den Feedback. Es ist tatsächlich viel Arbeit, vorallem Geduld. Tagsüber funktioniert ganz gut , sobald er die Wohnung verlässt und wieder kommt geht’s s vom vorne mit dem mistrauern. Es ist schon eine Herausforderung für uns, aber sie ist echt süß wenn sie sich beruhigt hatte und wieder so lieb. Wenn man die Hunde nur verstehen konnte….

        Antworten
  15. Monika Schröder

    Hallo miteinander, haben seit ca. vier Wochen einen rumänischen Hund aus einem deutschen Tierheim. Wurde schon zweimal vermittelt. Das 1. Mal ist er ausgebüchst und lebte einige Zeit im Wald, bevor er wieder eingefangen wurde. Das 2. Mal hat ihn das Tierheim wieder zurückholen müssen. Das ist die Vorgeschichte. Wir lieben diesen Knuddel, er ist sehr zurückhaltend, der liebste Ort ist sein Korb. Er lässt sich schwer aus der Reserve locken, spielen kennt er nicht, aber er schaut anderen Hunden zu. Frei spazieren gehen geht gut, da er sich maximal drei Meter von uns entfernt, ansonsten läuft er uns eher dicht auf den Fersen. Wäre eine Hundeschule gut ? Unser Knuddel ist allerdings zehn Jahre alt und wir lieben ihn so wie er ist mit seinen Macken.

    Antworten
  16. Luise

    Hallo Sissy,
    ich habe seit 2 Wochen einen kleinen Hund aus Rumänien. (sie ist 1,5 Jahre alt) Er hat nicht nur auf der Straße gelebt. er war soviel ich weiß auch mind. 4 Monate bei einer Familie gelebt.
    Sie ist sehr zurückhaltend und liegt gerne alleine im Korb oder auf dem Sofa.
    Ins Bett will sie gar nicht sondern geht selbstverständlich in den Korb daneben. Ich habe auch das Gefühl; dass sie nie in die Küche durfte.
    Sie wird von Tag zu Tag aufgeschlossener, tobt manchmal. Freut sich wenn ich nachdem ich sie alleine gelassen habe, dass ich komme.
    Aber sie zittert jedes Mal wenn es raus geht oder wir wo hin fahren. Glaube das ist die Angst wieder woanders hin zu kommen. Denn sie freut sich ungemein nach Hause zu kommen.
    Ja ich habe auch das Gefühl, dass es darum geht starkes Vertrauen aufzubauen.

    Eigentlich geht es jeden Tag besser. Sie geht schon alleine aus der Haustüre raus. (vorher musste ich sie tragen. Sie läuft schon alleine ohne Leine (meistens ganz dicht bei mir) nur in der Nähe meines Hauses macht sie größere Entfernungen zwischen mir und ihr. Auf meinen Pfiff reagiert sie zu 90%.
    Vor den Autos hat sie auch schon weniger Angst. uvm.

    Jetzt wollte ich anfangen sie zu erziehen( sie kann kein Sitz, Platz und sie kommt im Haus auch nicht wenn ich sie rufe – nur draußen)

    ich war ganz fröhlich und aufmunternd. Aber sie kommt nicht . Dann habe ich wenn sie sich weggedreht hat wieder hier gerufen (und etwas leichtes nach ihr geworfen. Sie hat sich erschreckt und ist gekommen um dann schnell wieder weg zu gehen) ich habe es dann mit der Leine versucht und wenn sie nicht gekommen ist etwas heftiger an der Leine geruckt. Dann ist sie gekommen aber mit eingeklemmten Schwanz.
    Ich habe nach einer Weile aufgehört, weil ich das Gefühl hatte ich verliere wieder ihr Vertrauen.
    Das ist auch so sie hat sich jetzt zurück gezogen in ihr Körbchen neben dem Bett. Wenn ich zu ihr gehe legt sie sich nur auf den Rücken, ist aber nicht zu bewegen aus dem Schlafzimmer heraus zu kommen.

    Bin ich zu früh mit der Erziehung dran. Sollte ich noch warten?

    Was sagen sie

    Liebe Grüße Luise

    Antworten
    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Luise,

      schön, dass ein Hund aus dem Ausland ein Heim bei Ihnen finden durfte!
      Sie schreiben, dass die Hündin gerade mal zwei Wochen bei Ihnen lebt. In so kurzer Zeit, ist es kaum möglich richtig „anzukommen“. Dass sie schon so große Fortschritte macht und sich freut Sie wieder zu sehen ist großartig und schon ein schönes Zeichen nach so kurzer gemeinsamer Zeit.

      Wie ich Ihrem Kommentar entnehmen kann, darf sie bereits frei laufen, obwohl Sie noch kaum Zeit hatten Bindung zueinander aufzubauen und sie anfangs auch nicht freiwillig hinaus gehen wollte. Sie gehen damit ein großes Risiko ein. Sollte sie sich erschrecken (z.B. vor dem Geräusch eines herablassenden Rollos oder einem Schalldurchbruch) kann es sein, dass Ihre Hündin in Panik gerät und davon läuft. Sie werden Sie beim Versuch sie einzufangen womöglich noch mehr verschrecken und die Gefahr eines Unfalls ist groß. Verwenden Sie doch lieber eine lange Schleppleine und ein gut sitzendes Geschirr – so hat sie Freiraum und trotzdem sind Sie auf der sicheren Seite.

      Die Erziehungsmethoden, die Sie beschreiben (Leinenruck und Erschrecken durch geworfene Gegenstände) sind zum Einen längst überholt und bereits nachgewiesenermaßen weniger erfolgreich als die Erziehung durch positive Bestärkung. Zum Anderen sind sie mit einer ängstlichen Hündin, wie Sie die Ihre beschreiben, absolut kontraproduktiv für Ihre gemeinsame Beziehung. Mit jedem Ruck und jedem Wurf verstören Sie das bisher aufgebaute Vertrauen. Sie haben beschrieben, dass sie auf dem Spaziergang freiwillig zu Ihnen kommt – nutzen Sie doch diese Gelegenheit und belohnen Sie sie mit besonders gutem Futter (z.B. klein geschnittenes, gekochtes Fleisch oder Wurst). Warten Sie ab, dass Sie in der Wohnung Blickkontakt zu Ihnen aufbaut und belohnen Sie sie bereits dafür, indem Sie Futter werfen – so muss sie auch noch gar nicht so nahe an Sie herankommen und sie hat die Möglichkeit, mit Ihnen freiwillig Kontakt aufzubauen.

      Ich möchte Ihnen ans Herz legen, einen Trainer/Trainerin aus Ihrer Umgebung zu kontaktieren, der mit Ihnen und Ihrer Hündin anhand von positiver Verstärkung arbeitet und Ihnen hilft, eine gute und vertrauensvolle Basis zu schaffen. Wenn Sie aus dem Raum Regensburg kommen, helfe ich Ihnen natürlich sehr gerne weiter.

      Herzliche Grüße und das allerbeste für Sie beide,
      Sissy von Akademie Hund

      Antworten
  17. Henning

    Hallo 🙂
    Es war letztes Jahr in Dezember,als meine Frau mich etwas unsicher fragte,ob wir einen Hund aufnehmen möchten… „Wir könnten da für einen Tierschutzverein als Pflegestelle einen Hund aus Rumänien aufnehmen.Ist wahrscheinlich nur für ein paar Wochen“ Sie zeigte mir auf ihren Handy auch direkt ein Bild von ihr.Ein schönes Tier,mittelgroß,weißes Fell mit braunen Flecken.Aber auch einen traurigen ängstlichen Blick. Ich war da sehr skeptisch,ob das gut gehen würde,denn ich hatte noch nie einen eigenen Hund,nur ab und zu für 1-2 Wochen erzogene Hunde als Urlaubs-Sitter…mehr nicht und meine jetzige Frau vor vielen Jahren mal nen kleinen „Sofa-Hund“….
    „Ok..wir machen ja nur Pflegestation..mehr nicht..ein paar Wochen..wie ein Test,ob wir das können ?“ Der Tierschutz sagte uns Hilfe zu…also warum dann nicht?
    Ich meldete mich an und waren damit eine offizielle Pflegestelle 🙂
    Im Internet konnten wir uns mehr Bilder und ihre Geschichte von der kleinen Sofika 4Jahre aus Rumänien ansehen.
    Die Bilder vom Notfall Hund Sofika waren recht gut,aber der Text spiegelte ihr grausames Leben dort auch wieder. Denn sie wurde von anderen Hunden gebissen und musste daher dann auch noch mit Antibiotika behandelt werden. Eine dortige Mitarbeiterin konnte Sofika solange zu sich nach Hause holen..doch sie durfte keine Hunde dort halten.Also hieß es für Sofika wieder in den Shelter zu diesen aggressiven anderen Hunden,wenn da nicht ganz schnell sich ne Pflegestelle auftut. Und das waren jetzt wir…..
    Wir waren sehr aufgeregt,wir wussten ja nicht,was uns erwartet.
    Der Transporter verspätete sich wegen Stau um fast 4 Stunden,sie hatte also schon eine Fahrt von über 32 Stunden hinter sich 🙁 Wir selber waren bei der Abholung nicht dabei. Drei ganz liebe Frauen vom Tierschutz machten das und brachten uns den Hund dann in einer Hundebox nach Hause. Unsere Spannung stieg fast bis ins unermessliche,was kommen wird.
    Sie sagten uns,das sie total verängstigt ist.Das konnte man auch direkt riechen,denn sie hatte sich vor Angst eingekotet…… Ja dann machten sie die Box auf…..Hundekissen..Spielzeug..Futter als schon Tage davor mit voller Vorfreude gekauft und parat…… doch sie wollte nicht rauskommen…..mann hörte nichts.doch sobald eine der Damen sie rauslocken oder holen wollte,vermahn man ein knurren. Als man dann ganz vorsichtig die Box ,wo sie ja wegen einkoten raus musste ,etwas schräg stelle,kam sie raus und ging sofort aufs Hundekissen. Total verängstigt wie ein Häufchen Elend.Es zerriss mir und meine Frau fast das Herz,dies anzusehen.Innerlich machte ich mir sogar Vorwürfe,dies mit verschuldet zu haben.“ Mann,was haben wir da getan..das wird nie was werden “ Wir ließen sie dann in Ruhe und gingen direkt aus dem Zimmer…An schlafen fast gar nicht zu denken,so groß waren die Sorgen. “ Kriegen wir das überhaupt hin ?“
    Am nächsten Tag lag sie da noch genauso wie am Abend da..zitternd zusammen gekauert.
    So bliebt das auch….Wir hielten uns dezent zurück und bedrängten sie nicht,schauten ihr nicht in die Augen und bloß nicht anfassen.Wir taten fast so als wäre sie nicht da. Wir stellten ganz vorsichtig nur Futter und Wasser hin..was sie aber nicht anrührte.
    Meine Frau und ich schauten uns nur an und waren fast den Tränen nahe,wie das was werden soll.Wir blieben nur im Wohnzimmer auf Distanz bei ihr. Man konnte aber merken,das sie uns ganz vorsichtig anschaute und kucke,was wir machen. Ja und dann Stand sie auf..erleichterte sich und kam wie von Geisterhand geführt zu mir und schnupperte an meiner Hand.“Jetzt bloß nix Überstürzen und den Hund direkt streicheln! „. Ich holte nen Leckerli und legte es vor ihr ab.Und sie futterte es auch direkt ganz gierig weg.Das Eis war somit gebrochen.Doch standen wir immer noch unten am Berg aller Herrausforderungen.Mittlerweile ließ sie sich sogar streicheln,aber sehr ängstlich weiterhin.
    Ein Geschirr war sie wohl nicht gewohnt und sah darin eine Gefahr.Ich legte es erstmal nur neben ihr Hundekissen mit einem Leckerli..später in einem entspannten Moment nahm ich beides in die Hand,gab ihr das Leckerli und als sie fraß ,legte ich die erste Schlaufe nur um..mehr nicht.die Klippse lies ich los und belohnte sie wieder.Nach etwas Wartezeit alles festgemacht und belohnt. Zu Anfang mussten wir echt viel Gassi gehen,bis sie endlich verstand,das man das nicht zuhause macht. Wir haben es immer Kommentarlos aufgewischt und versucht,ganz ruhig zu bleiben.Wenns dran draußen klappte,haben wir sie überschwänglich gelobt und belohnt….. Ja..jetzt sind mittlerweile 3 Monate vergangen und sind kein Pflegestelle mehr..denn wir haben Sofika fest übernommen und erfreuen uns jeden Tag,diesem Tier helfen zu dürfen. Sie hat draußen noch die typischen Ängste,aber wir sind da guter Dinge,das wir dies mit viel Liebe.Zeit,Verständnis und weiteren Vertrauensaufbau hinbekommen.Das wird noch ein langer Weg,aber wir werden ihn gehen.
    Wir haben in dem Sinn auch noch echt viel Glück gehabt,das wir so schnell so gute Fortschritte gemacht haben.Es hätte auch viel Schlimmer kommen können,das sollte JEDER vorher bedenken,bevor man sich ein Hund holt und dann meint,das er einem direkt freudig in die Arme hüpft.

    Antworten
    • Gunda

      Liebe Sissy, lieber Henning, dessen Kommentar hier mich besonders berührt und ermutigt hat: Danke. Wir erwarten in ein paar Wochen eine Hündin aus dem Ausland und ich frage mich oft, ob wir das schaffen werden und was uns erwartet. Der Artikel und dieser Kommentar haben mir gezeigt, dass es zu schaffen ist, wenn man nicht die Geduld verliert.
      Liebe Grüße,
      Gunda

      Antworten
  18. Steffi

    Ich habe nun alles durchgelesen hier, jeder hat da so seine Meinung. Der unterschied zwischen Straßenhunde und die Hunde die hier im Tierheim leben ist, die Hunde hier bleiben so lange im Tierheim wohnen bis sie ein Zuhause haben oder bist sie einschlafen. bei den Straßenhunden ist es die haben nur eine gewisse Zeit, hilft man den nicht sterben sie. Den Hunden hier geht es auch gut. Wir haben zwei Mal Straßenhunde aufgenommen, einmal ein aus Spanien und vor zwei Wochen, ist eine 16 Woche alte Hündin eingezogen aus Rumänien, und ich würde es immer wieder tun, den süßen aus den Ausland helfen. Und die Hunde sind dankbar, das merke ich jeden Tag an unserer Bella 🙂

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  19. Andrea

    Ich habe mit großem Interresse die Beiträge gelesen. Wir haben seit 6 Jahren eine Hündin aus der Tötungsstation Zypern. Mina ist ein Sonnenschein. Es hat halt gedauert, aber das weiß man vorher.
    Vor einem halben Jahr kam Pepe aus Ungarn zu uns. Als Tibetspaniel? 5 Kilo, wurde er an der Kette gehalten. Mehr wissen wir nicht. Er kannte garnichts! Ist sehr neugierig und will alles erkunden. Ist auch ok. Was klar ist, dass er durch Schläge auf dem einen Auge nicht gut sieht. Abrufen mit Triller gelingt dank Leberwurst prima.
    Aber…. zwischendurch bekommt er einen total IRREN Blick, auf dem dann ein richtig aggressiver Angriff auch auf uns erfolgt. Ohne knurren vorab. Ohne ersichtlichen Grund. Ich mache mir wirklich Sorgen. Er lässt sich auch nicht mit NEIN stoppen. Er gerät außer Kontrolle. Hat Jemand eine Idee? Ich würde ihn ungern wieder her geben.
    Danke Andrea

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    • Antje Neumann

      Hallo, ich würde das erstmal tierärztlichen abklären lassen, evt könnte es sich um eine Art Epilepsie handeln oder um das Cocker rage syndrom auch Cockerwut genannt.Bitte Google das mal.
      Viel Glück Antje

      Antworten
  20. Christiane Gellesch

    Hallo,
    Mit großem Interesse habe ich ihren Artikel gelesen. Meine Frage wäre: ich habe seit 7 Monaten eine ca 12jährige Chihuahuadame aus dem Tierheim zu unserem 3jährigen Bolonka-Shi Tzu Mix geholt. Die beiden kommen gut zurecht. Laut Aussage vom Tierheim wurde sie abgegeben weil sie eifersüchtig auf das Kleinkind sei- komisch war auch, dass sie neu grundimmunisiert wurde. Wir wollen im August in den Urlaub fahren und da ist das Poblem- sie jammert und hechelt jedesmal beim Autofahren und möchte aus ihrem Transporter raus. Laut ihrem Bericht habe ich die Vermutung dass Lilly ein Auslandshund ist- einige Beschreibungen passen auf sie. Ist oder wäre es für Lilly besser wenn ich sie lieber zu meinen Eltern bringe um ihr die Strapazen und Stress zu ersparen? Vorab vielen Dank für ihre Antwort
    Mit hundefreundlichen Grüßen
    Christiane Gellesch

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  21. Susanne

    Ich habe seit 3 Wochen einen Hund aus Bulgarien. Er hat dort nach der Rettung schon in einer Wohnung gelebt.
    Bis jetzt haben wir haben kein Problem miteinander.
    Er akzeptiert meine Katzen .
    Heute Früh, hab ihn im Nachtdienst mit auf Arbeit, spazierte eine Amsel an ihm vorbei. Er stuppste sie nur kurz an und fas war es. Chrissi ist 11 und ein ruhiger Zeitgenosse

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  22. Jörg

    Wir haben eine Podenco Hündin von der Tötungsstation bekommen. Ihr fehlt eine Ohrmuschel bis runter auf das Ohr und Sie hatte die linke Seite komplett aufgerissen was aber alles sehr gut verheilt ist. Wir leben auf dem land und haben das Glück das um uns rum sehr viel Freiraum ( Auslaufmöglichkleiten ohne Verkehr ) ist. Sie war am Anfang wie hier beschrieben sehr ängstlich und scheu , im laufe des Jahres ist Sie immer selbstbewußter und selbständiger geworden. Kommandos von wegen Sitz , Platz oder die üblichen Kommandos sind Ihr fremd. Uns reicht ein Steh , Geh , Komm und bleib was jetzt mittlerweile Super funktioniert. Wir lassen Sie grundsätzlich ohne Leine laufen und ab und zu gehen die Ohren auch ( Podenco halt ) auf Durchzug , aber Sie entfernt sich nie weiter als 200 Meter von uns und wenn einmal ein Hase daherkommt bleibt Sie spätestens beim 2 ten STEH schweren Herzens und mit einem tiefen Seufzer stehen. Wir haben unseren Hund in diesem Jahr lieben und verstehen gelernt und ich glaube das ganze beruht mittlerweile auf Gegenseitigkeit. Wir würden es immer wieder tun. Wir haben mittlerweile ein vollwertiges Familienmitglied und es ist schön das Sie da ist. Sicher ist da immer noch die Angst wenn man mal eine unbewußte Bewegung macht , aber wir wissen das es nichts mit uns zu tun hat und darum passt es dann immer ein Stückchen mehr.

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  23. Anja

    Hallo, ich bin bei der Suche nach Hilfe für einen Straßenhund im Tierheim auf diese Seite gestoßen. Ich gehe seit ca 1 1/2 Jahren ehrenamtlich mit den verschiedensten Hunden spazieren. Zur Zeit beschäftige ich mich mit einem Straßenhund, der weder Leine noch Menschen kennt. Jedenfalls nicht so, wie wir es uns gerne wünschen. Ich habe alle Kommentare aufmerksam gelesen und stelle nun fest, es gibt solche und solche Hunde aus dem Ausland. Des weiteren werden menschliche Gefühle immer wieder gerne auf das Tier übertragen, was ich nur schwer nachvollziehen kann. Ich kann nur auf die Reaktionen des Hundes reagieren und kein Gefühl dazu bestimmen, weil ich nun mal kein Hund bin. Ich finde den Artikel sehr gut und er entspricht für mich der Realität. Wenn Welpen im Tierheim ankommen, sind diese innerhalb kürzester Zeit vermittelt. Die „Erwachsenen“ allerdings bleiben sehr oft länger oder werden nach der kleinsten Schwierigkeit wieder zurück gegeben. Die Straßenhunde haben etwas anderes erlebt, als diese, die in unsere Zivilisation geboren und leben bzw. mit z. T. menschlicher Liebe überschüttet werden. Nun denn, ich habe noch keine Lösung für Joe gefunden. Ich werde einige Techniken testen. Vielleicht habe ich ja mit einer Erfolg…

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  24. Verzweifelt :(

    Hallo,
    meine Freundin hat sich einen Hund aus Rumänien geholt. Anfans war sie ganz lieb zu mir, aber nachdem sie anfing Besuch von Familie zu trennen, fingen die Probleme an. Wir vermuten, dass sie ein Hütehund ist und nur ihr Revier verteidigen möchte. Das erste Mal griff sie mich an, als ich mich schon in der Wohnung befand, ohne, dass der Hund mich empfing, aber da war uns ihr Verhaltensmuster noch nicht bekannt. Das zweite Mal war sie an einen Baum gebunden, aufgrund von einem anderen Besuch und als sie sich beruhigt hatte und nicht mehr angeleint war und ich meinen Sitzplatz verließ und wieder an meine Platz wollte, aber sie sich schon vor dem Stuhl platziert hatte. Mir war das auch aus der Ferne bewusst, dass sie die Ohren zurück zog und mich fixierte, also näherte ich mich ihr vorsichtig, kniete mich vor sie, ließ sie an meiner Hany schnüffeln, die sie übrigens abgeschleckt hat und streichelte sie dann. Danach wollte ich an ihr vorbei und wieder an meinem Platz, doch sie bellte und spring mich an und dabei riss sie mir die Klamotten fast kaputt. Meine Freundin leinte sie dann wieder an den Baum. Mir ist schon klar, dass das keine Lösung ist, wie hätte ich denn anders reagieren sollen? Wir wollen uns auch mehr draußen treffen, damit sie sich an mich gewöhnt. Genauso war sie auch in der Hundeschule und wir haben es auch schon mit draußen empfangen und gemeinsam reingehen versucht, oder mit Leine an der Tür empfangen und auf Platz schicken etc. Das Ergebnis ist immer gleich, sie bellt, springt mich an und ich habe Angst vor ihr. Das riecht sie vermutlich auch. Was mache ich falsch? Oder was kann ich besser machen? Wie hätte ich bei der Platzsache reagieren sollen, wie muss ich mich an der Tür verhalten. Ich ignoriere sie sowieso schon und sie ist unberechenbar. Bitte um Rückinfo 🙂

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  25. Monika Waldeck

    Unser kroatischer Schäferhund aus der Tierhilfe ist nun 4,5 Mon. bei uns.Wir lieben ihn sehr. Anfassen läßt er sich nicht. Futter nimmt er aus der Hand auch nicht immer.Im Garten steht er immer ganz dicht hinter uns bei Gesprächen mit dem Nachbarn erst recht. Er schläft in dem Wohnzimmer in seinem Bettchen das er sehr liebt. Stehen wir aber von der Couch oder dem Stuhl auf läuft er sofort zur Bakontür . Die Tür ist seit er bei uns ist immer offen er hatte ja anfangs im Garten genächtigt. Nun wird es aber Kalt. Die Tür muß zugemacht werden was wird dann? Ein Halsband etc. hat er nicht . Als wir ihn holten hat er sich dermaßen heruasgerungen und seitdem ist er Ohne. Er Ist lieb und manchesmal ulkig. Wir sind ratlos. Weiß jemand was zu tun ist? Draußen lassen? Funktüröffner wäre noch eine Option.

    Antworten
  26. Ellen

    Vor zwei Monaten haben wir eine Hündin 1 1/2 Jahre alt aus dem Tierschutz adoptiert. Sie kommt aus Rumänien. Von einiger Zeit haben wir uns bei einer Hundeschule angemeldet. Das Auto fahren ist für sie eine Qual. Sie hat große Panik. Wenn wir dann wieder zu Hause sind zieht sie sich zurück. In den darauf folgenden Tagen ist sie mir gegenüber sehr zurückhaltend, lässt sich schlecht Anleinen und wenn wir das Haus verlassen wollen denkt sie es geht wieder ins Auto und legt sich ordentlich ins Geschirr um vom Hof zu kommen. Wie sind da eure Erfahrungen und vielleicht gibt es Hoffnung, dass wir mit dem Auto fahren können ohne Vertrauensbruch.

    Antworten
  27. Petra

    Hallo Ich habe vor 2jahren einen Hund aus Rumänien bekommen.leider war er sehr krank ( Babesien) wir haben das alles in den Griff bekommen.er war sehr sehr ängstlich und um so mehr bin ich glücklich das er mir gegenüber vollstes vertrauen hat.mein Problem ist und wo ich langsam dran verzweifel ist das er keine Lebensfreude zeigt .anderen Hunden geht er aus den weg und zum Spielen kann ich ihn nicht motivieren. Zu Hause hat er Spaß wenn wir Tricks lernen aber das er mal von sich aus läuft oder spielt passiert nicht. Ich muss damit er sich bewegt jeden Schritt mit ihm machen.ich war bei verschiedenen hundetrainer aber niemand konnte uns helfen.ich würde mir so sehr wünschen das er glücklich ist aber mir gehen die Ideen aus. Vielleicht haben sie einen Tip für mich vielen Dank im voraus

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    • Diana

      Unser Hund kommt aus Ungarn.
      Eine liebe, zurückhaltende Hündin, die wahrscheinlich auch schon mal geschlagen wurde.
      Frau Kreid hat recht, es ist nicht einfach diese Hunde an den „Luxus“ zu gewöhnen.

      Wir hatten vor Jahren einen ungarischen Basenji aus einer „Bilig-Mittleid-Parkplatz-Kaufaktion“, der Jahre gebraucht hat uns zu vertrauen, obwohl wir ihn als Welpe kauften.
      Man braucht unendlich viel Geduld und Ausdauer um diese Hunde an das westliche Leben zu gewöhnen. Es ist auch nicht jeder ein Hundetrainer, manche sind nicht mal Hundekenner.
      Natürlich hat der Hund jetzt ein angenehmeres Leben als im Zwinger, aber das heißt trotzdem nicht, dass er keinen Spaß auf der Straße hatte, bevor er gefangen und ins Tierheim eingesperrt wurde.

      Vielen Dank Frau Kreid, Ihr Beitrag macht uns vieles verständlicher und erklärt manches, was wir bisher übersehen oder gar nicht wahrgenommen haben.

      Viele Grüße aus Aschaffenburg

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      • Sissy Leonie Kreid

        Liebe Diana,
        vielen Dank für das Teilen Ihrer Erfahrung. Absolut richtig, ein Leben auf der Straße bedeutet für die Hunde zwar oftmals schlechte medizinische Betreuung, ungesunde oder gar mangelnde Ernährung und gelegentlich auch Vertreibung aus Wohngebieten, dennoch bietet es auch die Freiheit, sich seinen Anlagen entsprechend auszuleben. Wirklich unangenehm wird es meistens erst im Tierheim.
        Es ist schön zu lesen, dass Sie und Ihre Hündin einen guten Draht zueinander gefunden haben. Die Schwierigkeiten, die mit Parkplatz-Verkaufs-Hunden entstehen, sind nochmal eine ganz andere Thematik. In beiden Fällen brauchten Sie aber viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Ihnen das Zusammenleben mit Ihren Hunden erst richtig ermöglicht hat. Toll, dass Sie den Mut und den langen Atem behalten haben!

        Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

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  28. Gabriele

    Als ich den Artikel gelesen habe, merkte ich ,daß ich richtig wütend wurde.
    Ach wie toll ist doch das freie Leben in der gewohnten Umgebung…..der Hund wird „liebevoll“ kastriert und darf wieder glücklich und zufrieden in Freiheit leben !?
    Auch wenn der Artikel dann wieder auf das Gute der Adoption eines Straßenhundes hinweist, bleibt bei mir ein fader Beigeschmack !
    Diese Hunde sind arme, misshandelte Seele und es ist wunderbar so einem Hund ein Zuhause zu schenken !!!
    Ich habe jetzt meinen 3. Hund aus Spanien und jeder war mir ein treuer Begleiter ! Sie müßen viel Neues lernen, haben oft Angst und Misstrauen ,aber mit viel Geduld und konsequenter / liebevoller Erziehung wurde jeder dieser Hunde ein wunderbarer Begleiter !
    Ich finde es traurig, daß ich mich rechtfertigen muß, warum ich mir einen Hund aus dem Ausland hole und nicht aus einem deutschen Tierheim. Ich danke jedem , der einen solchen Straßenhund ein Zuhause schenkt und ja es ist VIEL Arbeit , aber man bekommt so VIEL zurück !

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  29. Kathrin

    Wir haben ein Terriermix aus ungarn er ist sooo ein lieber kerl und super lieb 😊Finde die hunde habe ein recht auf leben und ein schönes heim

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    • Sissy Leonie Kreid

      Hallo Kathrin, ich gebe Ihnen Recht, auch ich finde, dass alle Hunde ein Recht auf Leben haben. Was allerdings ein Hund als ein schönes Heim beurteilt und empfindet, das ist eine individuelle Sache und hängt auch davon ab, wie der Hund in seiner Welpen- und Junghundezeit geprägt wurde. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Terriermix alles Liebe!

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  30. Juanita Metzner

    Hallo ! dieser Artikel tröstet mich.Meine Stella , eine 10-jährige Hündin aus Rumänien, wurde mit 8 Mnaten von der Straße gefangen und saß dann im Zwinger. Sie wurde vom Tierschutz gerettet, kastriert und gechipt. Dann kam sie nach Deutschland.Dort habe ich sie gefunden, mit 6 Jahren. Die Frau, die sie hier im Zwinger hielt, als „Retterin“ konnte mir keine Informationen geben, sie war schlampig und gleichgültig. Ich MUSSte Stella da rausholen. Sie wurde als schüchtern beschrieben, aber sie ist ein Panikhund, Nach nunmehr fast 4 Jahren gemeinsam hat sie ein wenig Vertrauen gefaßt und hat manchmal sogar richtig Freude beim Spaziergang. Mit anderen Hunden versteht sie sich schon immer gut, besser als mit Menschen. Auf ihre Panikanfälle , die sich jetzt nur noch auf Gewitter etc. beziehen, reagiere ich mit Licht, Liebe und bruhigender Musik (nichts anderes hilft). Ich liebe sie und würde sie um nichts in der Welt wieder hergeben. Wir kriegen dasd gemeinsam hin !!!

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  31. Sandra Schoffer

    Liebe Sissy,

    zauberhaft wie Du Dich bemühst 🙂
    Aber sie verstehen es doch einfach nicht.

    Die gesunde Mitte ist ausgestorben. Es gibt nur noch Extreme.
    Das Wort „Freiheit“ wird hier von Deinen Lesern als Trigger-Wort komplett falsch interpretiert.

    Oh mein Gott. So viel Ahnungslosigkeit.
    Kategorie: „Die regeln das unter sich“ oder „Er tut nix“ / Ganzheitliches Denken-nein danke.

    Sissy, Du musst Nerven wie Drahtseile haben. Meinen ehrlichen Respekt!
    Selbstverständlich hast Du vollkommen Recht, man muss diese Vermittlungsgeschichten auch einmal von dieser Seite beleuchten.

    Das heißt nicht, dass man jede Vermittlung verurteilt. Das heißt zunächst einfach nur, dass man DENKT. Also es geht um Verantwortungsgefühl und solche Dinge – nur für die die an dieser Stelle nicht mehr folgen können!

    Ernstgemeinte, ganzheitliche Tierliebe würde so funktionieren (Und da dürfen wir uns ruhig alle samt mal an die Nase fassen – mich selbst eingeschlossen):

    Man lässt dieses Adoptionsgewäsch gänzlich sein, spinnt Sissy´s Anregung mal ein wenig weiter und lässt seine gesamte kostbare Energie nicht in die leidige Verbiegung eines einzelnen Hundes fließen, um sein eigenes Selbstwertgefühl gesteigert zu sehen oder zur persönlichen Belustigung (denn mehr ist es offen gestanden nicht, wenn man sich einen Hund „zur Freude“ nach Hause holt).
    Sondern man sucht sich einen bezahlten Nebenjob und nutzt das gesamte Geld welches man damit verdient beispielsweise um in die Kastrationen freilebender Tiere zu investieren. Wobei die Kastration nur ein Beispiel ist. Es gibt ganz sicher noch andere gute Gelegenheiten zu helfen.

    Wäre ne Idee 🙂
    Aber diskutiert ruhig noch ein bisschen! Kein Problem.

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  32. Silke

    Ich hätte gerne mal Erfahrungswerte von euch, hinsichtlich Angsthunden aus ausländischen Tierheimen. Ich habe schon viele Tiere aufgenommen, als Angsttier war bisher aber nur ein Kater und ein Angsthund, der aber bereits zur Pflege in D war und hier den Alltag etwas kannte, dabei. Dieses Mal bekomme ich einen Angsthund aus Rumänien, 2 Jahre alt. Ich habe 2 Kater, Katzen kennt sie nicht. Ob stubenrein, weiss ich nicht und ein Geschirr kennt sie auch nicht. Ich mache mir Gedanken, um die Erstbegegnung. Wie wird es sein, von einem Transport in ein anderes Fahrzeug, zu unbekannten Menschen? Wie wird es sein, daß erste Mal mit ihr Gassi zu gehen, sie anzuleinen, wie, die Begegnung mit den Katzen?
    Ich mache mir keine Sorgen um die weitere Zeit, ich habe nur ein wenig Bammel, vor den ersten Stunden, denn da ist noch alles neu und sie muss ja zwangsläufig mal Gassi gehen. Lässt sie sich Geschirr überhaupt anlegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, gebissen zu werden?
    Es sind die ersten Stunden nach dem Kontakt, um die ich mir Gedanken mache. Ist hier Jemand dabei, der über das erste Zusammentreffen berichten kann?
    Herzliche Grüße aus Hessen

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  33. Nadine

    Hallo zusammen, ich habe eine Strassenhündin aus Bulgarien adoptiert . Sie hat ca. Ihre ersten 16 Monate auf der Straße gelebt . Nun ist sie seit ca. 6 Monaten bei uns und macht sich ganz toll. Aber eine Sache lässt mir doch keine Ruhe. Sie wirkt auf mich oft sehr ernst und schläft sehr viel.
    Wir beschäftigen uns viel mit ihr, gehen zur Hundeschule, entdecken neue Wege, sie liebt das Apportieren, wir fahren mit dem Womo zum Hundestrand und zum Angeln ( das Womo liebt sie besonders), wir machen aus jeder Wanderung ein kleines Abenteuer und oft chillen wir auch nur so rum ! Ihre Schlafposition hat sich von zusammengerollt mit ängstlichem Blick geändert in wir brauchen ein breiteres Bett 😉 Sie ist unser erster Hund und wir sind sehr unbedacht an die Sache „Hund aus dem Auslandstierschutz“ heran gegangen. Nun lese ich viel und stelle viele Fragen, da sie sich bei uns wohlfühlen soll und weder über- noch unterfordert sein soll. Ich möchte ihr die Zeit geben , die sie braucht und wir gehen mit allem, was so anfällt ausnahmslos gelassen um. Wir haben sie furchtbar lieb und möchten ihr einen klaren und sicheren Rahmen geben. Dennoch wirkt sie oft sehr ernst . Ich weiß natürlich, dass sie ihre Vergangenheit hat. Wer weiß schon, was sie erlebt hat. Bestimmt denke ich zu menschlich ….
    Wahrscheinlich suche ich nur nach einer Bestätigung, dass sie sich wohl fühlt und das sie zufrieden ist. Oder nach Tipps, was wir vielleicht noch besser machen können.
    Schläft sie so viel ( ich weiß natürlich,dass Hunde generell viel schlafen ) weil sie nun endlich einfach nur schlafen kann? Bei uns ist es auch wirklich sehr ruhig und sie kann so viel pennen, wie sie möchte :-). . Kann ich ihr helfen, doch noch etwas ausgelassener zu werden? Ich nehme die Maus natürlich so wie sie ist! Ich geb sie nie wieder her! Aber ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.
    Vielen Dank , auch für den tollen Artikel !

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  34. J.Ellsworth

    Die Straßenhunde in Rumänien werden oft NICHT mit EU-Steuermitteln (eigentlich für „Tierhygiene“ vorgesehen) kastriert und mit Knopf im Ohr wieder auf die Straße gesetzt – sondern sie werden brutal getötet, weil die Gemeinden für jeden toten Hund dort um die EUR 70 aus EU-Steuergeldern kassieren können!! Das sind unsere Steuern, umfunktioniert und missbraucht für Tierquälerei vom Schlimmsten (wer es nicht glaubt, informiere sich z.B. über die Smeura, die in Pitesti alle Straßenhunde einsammeln und unterbringen muss, weil sie auf der Straße auch katriert nicht mehr sicher sind – häufig sind in „Tiere suchen ein Zuhause“ Berichte darüber zu sehen). Krankheiten, Tierquäler und Autoverkehr erledigen den Rest…

    Wer hier gegen den Auslandstierschutz wettert, wendet einfach nur den Blick ab, weil es sich so schöner und einfacher lebt!

    Ja, sucht doch einen netten Familienhund in unseren öffentlichen Tierheimen – viel Glück dabei! Ich habe vor 2 Jahren mal auf die Seiten des Tierschutzverbunds zwischen Villingen-Schwenningen und Singen geschaut (also ein Riesengebiet). Ergebnis: 18 Hunde waren zu vermitteln, allesamt nur erwachsene Schäferhunde, Boxer und Rottweiler! Viel Spaß dabei, DIE zu sozialisieren!!!

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  35. Chris

    Ich habe einen 3 -jährigen Rüde (55 cm) aus Rumänien. Am Anfang war er komplett überfordert. Er ging nicht durch Türen, er hasste Fliesen, er ging nicht ins Treppenhaus, Fahrstuhl war auch ein graus, enge Gänge schrecklich … ich habe ganz klein angefangen, ihn in der Wohnung hochgekommen und in den Fahrstuhl bis vor die Ausgangszustand getragen … dort ging es dann weiter, da er keine Leine kannte …
    Dort wollte er sich in jedem Busch verstecken und bewegte sich kaum vorwärts … und das 4/5 x am Tag.
    Und jetzt zu den Fortschritten: ab dem zweiten Tag war er stubenrein, beim dritten Tag war ich es leid, ihn hinter mir herzuziehen ind ließ ihn entscheiden, wo er lang läuft – plötzlich trabte er vor mir her, als hätte er nie was anderes gemacht, nach einer Woche ging er mit Unterstützung ins Treppenhaus und den Fahrstuhl.
    Nach zwei Monaten war ich auch mal bei meinem Bruder, ich musste ihn wieder reintreten. Er hatte gerade 2 Chihhuahuas zur Pflege und wir gingen gemeinsam Gassi und danach wieder zu ihm rein … er folgte den kleinen ohne mit der Wimper zu zucken. Obwohl er sie davor kaum beachtet hatte.
    Bei meiner Mutter ein paar Wochen später musste ich ihn öfters den langen Gang und die Treppen hoch bis ins Wohnzimmer tragen. Aber der Gang und die Treppen waren gefliest. Nicht Seins. Männer mochte er nicht so, viele Leute machten ihm Angst, von Fremden anfassen lassen, mochte er auch nicht, Baden oder Krallen schneiden sind ein Gruß ..
    Jetzt nach 2 Jahren ist es wie folgt:
    Er geht nicht freiwillig in die Küche, in meiner 3 – Zimmer Wohnung lebt er im Wohnzimmer und im Flur. Bei dem Badezimmer und Schlaf- und Gästezimmer stehen zwar immer die Türen auf, aber er geht nicht rein.
    Er fährt Fahrstuhl als hätte er nie was anderes getan, er geht auf alle Leute zu, die er kennt, lässt sich anfassen. Er liebte bei meinem Bruder zu sein (er bringt jedes Mal aus der Küche was zum Futtern für ihn mit), bei meiner Mutter läuft er jetzt auch die Gang runter und bis ins Wohnzimmer hoch … Wasser vonoben, Gewitter alles kein Problem, Baden absolut Nein. Krallen schneiden mag er nicht, er hasst es, wenn jemand seine Pfote festhält. Gassi gehen läuf. Er hat manchmal seine Ausraster, wo er aus dem Nichts heraus abdreht, selbst die Vethaltens-Trainerin kann das nicht erklären, außer das es wohl ein Ding aus Überfordern, Freude, Spielen und Unsicherheit ist … mit anderen Hunden ist es mal so, mal so. Erst waren sie ihm egal, dann war er unsichrr-aggressiv und ängstlich und jetzt entscheidet die Nase … leider wurde er mal gejagt (an der Leine um mich herum), was ihm Angst vor großen Hunden gemacht hat, die er vorher nicht hatte. Kleine Hunde kann er Resozialisieren , jeder Kleinhund mag ihn irgendwann und die Besitzer mögen ihn sowieso, weil er absolut lieb und ruhig ist …
    Restliche Probleme :
    Er wird nie ohne Leine Gassi gehen, da ich draußen bei ihm abgemeldet bin und er wenn er Angst bekommt, weglaufen würde. Er hat seine Ausraster, wodurch die GassiGeher wirklich standfest sein müssen. Er spielt nur minimal, schläft sehr viel und ist nicht so einfach zu motivieren. Krallen schneiden ist immerhin Drama.
    Ansonsten läuft alles rund und ganz ehrlich, es gibt Leute, die haben sich einen Welpen geholt und die haben echt mehr Probleme als ich …

    Warum ich mir einen „älteren Hund geholt habe?
    1. Ich wohne im dritten Stock, ein älterer Hund hat bereits Kontrolle über seine Blase
    2. Er muss, wenn ich arbeiten bin, allein bleiben können. Ein älterer Hund, der auf der Straße allein war, wird das besser hinbekommen (mittlerweile weiß ich, dass diese Denke falsch ist, aber bei meinem hat es funktioniert).

    Er ist ein sehr lieber, ruhiger Hund. Selbst Leute, die Angst vor Hunden haben, mögen ihn, da er sehr zurück haltend ist. Er bellt kaum, schläft viel, kuschelt mal mehr mal weniger, mag keine engen Räume, kommt mittlerweile auch auf Geburtstagsfeiern klar, kommt mit anderen Hunden super aus, hasst Wasser und wenn es zu warm ist, liebt Schnee und Kälte … der perfekte Hund für mich, den ich nie wieder hergeben …

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    • Kba

      Ist ja schön. Solchrealistischen Geschichten helfen sicherlich vielen anderen ihre Entscheidung für oder gegen einen älteren Hund oder Straßenhund zu treffen. Es zeigt nämlich, dass man doch viel Geduld und Zeit aufwenden muss. Und nicht immer ist es so schnell mit der Sozialisation getan.

      leider gibt es doch auch sehr viele Geschichten die nicht so positiv auslaufen. vor allem weil die Besitzer zu wenig Erfahrung haben oder sich überhaupt nicht bewusst sind, was auf sie zukommen kann.

      Das kann nicht nur für den Besitzer sondern auch für den Hund und die ganze Umgebung zur Belastung und Gefahr werden.

      da würde ich mich viel mehr über ehrliche Schilderungen der Probleme mit Hunden aus dem Tierschutz freuen. Und das hat nichts damit zu tun dass diese Hunde nicht die liebenswert sind. Oder zur Familie gehören. Sondern dass man sich bewusst ist bevor man solch einen Hund aufnimmt auf was man achten sollte und was für Probleme auftreten können.

      Antworten
  36. Ann - Marie

    Letztes Jahr habe ich eine Hündin aus Rumänien bekommen, über eine Tierschutzorganisation in Deutschland. Sie sollte 4 Jahre alt sein, was meinen Tierarzt zum Lachen brachte, 10 wäre angemessener!
    Mein Hund war anfangs kaum aus dem Haus zu bewegen, ich trug sie hinaus. Der vorhandene, große Garten wird bis heute nicht genutzt, weil Hund auch eine Insektenphobie pflegt. Daneben hat sie eine recht schwierige Magen/Darm-Sensibilität, die Spezialfutter erfordert. Dennoch bereue ich nicht, sie bei mir aufgenommen zu haben, Sicher bin ich nicht, ob vielleicht ein anderes Zuhause ihr mehr hätte geben können. Aber sie zeigt ständig neue Verhaltensweisen, die ausweisen, dass sie dem Menschen zugetan ist. Ohne Sentimentalität kann ich sagen, dass ich durch diesen Hund eine Menge lernen durfte, auch viel über Menschen. Heute weiß ich, wovor sie sich fürchtet, was ihr Verdauungssystem verträgt, was sie liebt und wovon ihre Vermittler keinerlei Ahnung hatten. In den
    11 Monaten ihren Hierseins kann ich sagen, dass ich mehrfach kurz davor war, den Hund zurück zu geben, weil ich einfach mit meinem Latein am Ende war. Die Vorstellung, dass dieses Tier erneut in
    ein „Lager“ muss, hat mich so verschreckt, dass ich alle Bedenken über Bord geworfen habe und einfach weiter gemacht. Ausgleichende Gerechtigkeit: der Hund ist heute ein ausgesprochen netter,
    mit den meisten Vertretern verträglich, in Konfliktsituationen mir zugewandt, mir zeigend, dass es wichtig für sie ist, dass sie bei mir ist und auch mir wichtig, dass sie bei mir ist. Der Weg war lang, zum Teil sehr holprig aber offenbar zielführend. Und ebenso wichtig die Erkenntnis, wenn ich aufgegeben hätte, hätte ich all dies nie erleben dürfen. Der Hund muss mir nicht dankbar sein, denn sie hatte keinen Einfluss auf ihr Schicksal. Ich bin dankbar, weil ich viel über das Wesen von Hunden und von Menschen lernen durfte. Was ich zusammenfassend sagen will, wenn Sie einen Hund aus dem Ausland bei sich aufnehmen wollen, Dankbarkeit ist kein Kriterium vom Hund, Langmut sollte bei Ihnen vorhanden sein und ein unglaubliches Glücksgefühl kann sich einstellen, wenn unerwartet sich Dinge äußerst positiv entwickeln. Meinen Hund gebe ich sicher nicht mehr her und ich hoffe, mein Hund mich auch nicht mehr. Happy End! So soll es sein!

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  37. N. Kuhun

    Ich verstehe den unmut hier nicht. Es wird lediglich geschildert wie sich ein Tier aus dem Ausland, je nachdem wie er aufgewachsen ist , verhalten kann. Mir ist bewusst, das mit Freiheit kein Paradies gemeint ist, sondern das tägliche Leben auf der Straße. Es ist wie mit KInder. Wenn man ihnen nicht den weg weißt und beibringt was richtig oder falsch ist, wird es im alter schwer ihnen zu zeigen das es auch anderst geht. Ich finde den Text wunderbar und man kann den Hund selbst vielleicht besser verstehn , wenn er ein seltsames Verhalten an den Tag legt. Es heißt ja nicht das jeder Hund gleich ist. Natürlich sind auch unsere Tierheime voll und das sollte man auch nicht außer acht lassen. Ich finde ob aus dem Ausland oder Hier, jeder Hund hat eine Chance verdient.
    Also Frau Sissy Leonie Kreid, ich danke für den Text und freue mich auf unseren Zuwachs, den ich dann durch ihren Text hoffentlich besser verstehen kann.

    Antworten
  38. Hans Peter

    Vielen Dank für diesen überragenden Beitrag.
    Er bringt die Problematik sehr verständlich auf den Punkt.
    Ich wollte, wenn mein Hund gestorben ist einem Hund aus dem Auslandstierschutz ein neues Zuhause geben. (ich will nach dem Tod meines Hundes längere Zeit im Ausland leben)
    Nachdem ich den Beitrag gelesen habe, überlege ich, ob das eine gute Idee ist oder ob nicht ein Hund aus einem deutschen Tierheim mehr Sinn macht.

    Viele Grüße

    Hans Peter

    Antworten
  39. Damm

    Hallo:
    Frage ein ca. im April 2020 geborener Hund aus Rumänien, sehr ängstlich, Familientauglich?
    Kann man das erkennen oder sollten wir lieber die Finger davon lassen in zu adoptieren?
    Wir haben zwei Kinder im Vorschulalter und auch zwei Katzen im Haushalt, wollten aber definitiv einen Hund dazu holen. Wir hatten immer einen Hund mit dem wir viel gemacht hatten (Hundeschule, Rettungshundeschule 2Jahre, Agility). Ich denke wir mein Mann und ich kommen mit einen Hund aus Rumänien klar aber wie sieht es für den Hund aus wegen Kinder und Katzen? Wie könnte eine Zusammenführung klappen? Habe Sie evtl. ein paar tipps für uns, wir wollen dem Kleinen echt eine schöne Zukunft bereiten und nicht nach ein paar Wochen/Monaten sagen es klappt nicht wegen den Kindern oder den Katzen.

    Vielen Dank im Voraus

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